Flagge zeigen ohne Mast – 80 Jahre Bremen-Nord

Flagge zeigen ohne Mast – 80 Jahre Bremen-Nord: Stadtteil, Teilstadt oder Halbkolonie? – Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 17. Oktober 2019 im NAUTILUSHAUS am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Wer sich mit der geografischen Beschaffenheit Bremens und den aus dieser hervorgegangenen mentalen Einstellungen und Befindlichkeiten befasst, kommt an einem Kinderspiel nicht vorbei: Stadt, Land, Fluss. Eines, bei man sich seiner Antworten sicher sein sollte, aber, was die Beschaffenheit und den inneren Zusammenhalt Bremens als Stadt angeht, nicht unbedingt sicher sein kann.
Nach außen eine Großstadt mit mehr als 500 000 Einwohnern, zeigt sich dieses Gemeinwesen nach innen eher als Agglomeration, bestehend aus dem, was zur Zeit ihrer Gründung einmal die Kernstadt ausmachte, und von dieser ausgehend einer Vielzahl von Siedlungsräumen, die für sich genommen die unterschiedlichsten Merkmale aufweisen. Das markanteste dieser dezidiert so verstandenen Außengebiete ist Bremen-Nord, einerseits, administrativ, der Stadtgemeinde Bremen zugewiesen, ansonsten jedoch, von beiden Seiten her, mit einer gewissen Eigenständigkeit und aus dieser begründeten Profilen behaftet.
Stadt, Land, Fluss: In der Formel wird, auf Bremen gemünzt, eine Bewegungsrichtung nachgezeichnet, die Bremen, als Stadtgemeinde, in ihrer Geografie und Topografie einzigartig aussehen lässt. Entstanden ist, am Schifffahrtsweg Weser orientiert, eine nicht radial angelegte Stadt, sondern, was von den Geografen Bandstadt genannt wird: 55 km in der Länge und kaum mehr als 800 m an der schmalsten Stelle des Siedlungsraums, am Bahnhof Burg. Hinzu kommt, dass, was sich als Zentrum und Kernstadt ausgibt, tatsächlich in einer Randlage befindet.
Die vor allem Verkehrsinfrastruktur hätte spätestens im 20. Jahrhundert diesen Gegebenheiten angepasst werden müssen. Tatsächlich entschied man sich für einen anderen Weg. Neben einem als das eigentliche Bremen ausgewiesenen Terrain existieren in der Art einer Samtgemeinde aufgestellte Randgebiete, die, als Bundesland (!) Bremen gekennzeichnet, sich ihrer Zugehörigkeit zur Gesamtstadt nicht allzu sicher sein sollten. Schon 1938, als die lange geplanten Eingemeindungen der eigenständigen Stadt Vegesack und der preußisch-hannoverschen Landgemeinden am nördlichen Lesumrand zur Spruchreife kamen, hatte der Göttinger Geograf Dr. Kurt Brüning zu bedenken gegeben, die dortige Bevölkerung sei ungeachtet enger wirtschaftlicher Bindungen an Bremen längst dabei, ein Eigenleben zu entwickeln. Vollzogen wurde der Zusammenschluss am 1. November 1939.
Was Bremen und Bremen-Nord eint, trennt und im Umgang miteinander unter der Speckflagge in einige Verlegenheiten zu stürzen vermag, darum geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 17. Oktober 2019. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUS, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet.

Harriersand

Utopia mit kleinen Fehlern – 1834: Die Auswanderer vom Harriersand – Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 19. September 2019 im NAUTILUSHAUS am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Alles, was schief gehen kann, das ist einer der Grundkonstanten für das Leben auf christlicher Seefahrt, geht irgendwann schief. So gesehen lässt sich eine Strandung auf der Weserinsel Harriersand möglicherweise noch halbwegs verkraften. Halbwegs, selbst wenn noch ein langer Weg vor einem liegt oder lag. Für diesen Fall, der sich im Frühjahr 1834 zugetragen hat, über den ganzen Atlantik hinüber, den, so sehen das nicht nur Landratten, ganz großen Teich.
Wie aber kam es zu einem solchen Fall auf dem damals kaum mehr als eine Sandbank verkörpernden Harriersand? Von Gießen kommend, hatte sich eine Schar von der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland überdrüssigen Auswanderungswilligen aus Hessen, Bayern und Thüringen nach Bremen in die Obhut der dort ansässigen Betreiber von Auswandererschiffen begeben. Die gebuchte Passage freilich ließ sich nicht realisieren. Das für diesen Zweck in Aussicht gestellte Schiff war fünf Tage vor der geplanten Abfahrt gesunken.
Dass guter Rat nicht teuer sein sollte, ist allen Reedern nicht neu. Die gescheiterten Emigranten, 500 an der Zahl, müssten eigentlich von Bremerhaven, ihrem Abgangshafen, nach Bremen in die Obhut der Betreiber ihres Reiseunternehmens zurückgeführt werden. Ein Teil von ihnen gelangt sogar fast wie geplant auf ein Schiff, die >Olbers< und geht damit auf große Fahrt. Der verbliebene Rest wird auf Betreiben der im Auswanderungsgeschäft überaus aktiven Bremer Familie Delius auf die gegenüber von Brake liegende Weserinsel Harrien, damals kaum mehr als eine Sandbank, expediert und verbleibt dort, ohne Trinkwasser und angemessene Grundversorgung, über mehr als fünf Wochen. Fünf Tage waren eigentlich geplant.
Hohe Erwartungen und niedrige Beweggründe: Die Geschichte der 1834 auf Harriersand gestrandeten Gießener taugt zum Lehrstück für alles, was Menschen mit Utopia verbinden. Ziel der von dem Juristen Paul Follenius und dem Pastor Friedrich Münch dirigierten >Gießener Auswanderungsgesellschaft< ist die Gründung einer freien deutschen Republik auf nordamerikanischem Boden. Dass dort seit einem halben Jahrhundert ein Staat mit dezidiert republikanischer Verfassung existiert, tut für sie nichts zur Sache, so wenig, wie sie irgendetwas von den Beschwernissen einer Seereise dorthin ahnen. Es eint sie die Unbedingtheit ihres Glaubens an ein besseres Morgen. Harriersand als Sehnsuchtsort freilich weckt in so manchem von ihnen erste Zweifel. Gleichwohl: Mit einem weiteren Schiff, der >Medora<, gelangt auch der schon spürbar angeschlagene Rest der Gruppe in die Vereinigten Staaten.
Was sie wollten, was sie wurden, wie es die Gießener Auswanderer auf die Weserinsel Harriersand verschlug und wie sie dort ihren Überlebenskampf führten, darum geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 19. September 2019. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUS, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet.

Juli 2019

Auf größter Fahrt – Vor fünfzig Jahren endete die erste Reise von Menschen zum Mond mitten im Meer – Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 18. Juli 2019 im NAUTILUSHAUS am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Ankunft Position 13 o 18 ‘ N, 169 o 9 ‘ W Pazifischer Ozean, südwestlich der Hawaii-Inseln, 24. Juli 1969, 16:50:35 h UTC. Das Schiff, Apollo 11: äußerlich ein Wrack, seetauglich nur, weil von einer Art Schwimmring gesichert. Die Besatzung: drei Helden für die Ewigkeit, mit einem Kommandanten, Michael Collins, der das Fahrtziel, den Mond, nicht erreichte. Dafür stehlen ihm die beiden Besatzungsmitglieder, Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin, für die nächsten Jahrzehnte jede erreichbare Show. Die ersten Menschen auf dem Mond, die zurückgekehrt auf die Erde, zunächst 17 Tage lang in Quarantäne gestellt werden müssen. Wegen der Mond-Mikroben, die möglicherweise an ihnen haften und die alles Leben auf der Erde auslöschen könnten. So weit kommt es dann aber nicht.
Die Mondlandung vom 20. Juli 1969 im Zuge der Mission Apollo 11 hat wie wenige andere Ereignisse das kollektive Gedächtnis der Menschheit geprägt. Ob bejubelt oder bezweifelt, an ihr vorbeizuschauen fällt schwer. Das mag zum einen an einem in Erfüllung gegangenen Menschheitstraum liegen, der wie kaum ein anderer vor allem das nach technischer Vollendung strebende 20. Jahrhundert beherrschte. Wer aus dieser Zeit wüsste nicht, wo er sich aufhielt, als verwischte TV-Bilder grau in grau und knisternde Sinnsprüche wie „Der Adler ist gelandet“ die Wohnstuben beherrschten. Andererseits verlor das Faszinosum Mondlandung, wie alle Utopien, mit seiner Umsetzung bald einiges von seiner Ausstrahlungskraft. Skeptiker behaupten bis heute ohnehin, es habe sich um nicht mehr als ein gigantisches Betrugsmanöver gehandelt. So weit ging man nicht einmal beim unmittelbaren Konkurrenten im Wettlauf zum Mond, der Sowjetunion.
Tatsächlich endete das Unternehmen dort, wo bis dahin alle Vorstöße von Menschen ins Unbekannte ihren Schauplatz gefunden hatten: auf hoher See. Das; je nach Betrachtung, Sternenschiff, Luftfahrzeug oder einfach nur Schiff im ursprünglichen Sinn bot äußerlich keinen besseren Anblick als die Victoria, die am 6. September 1522 nach der ersten Erdumrundung nach zwei Jahren, elf Monaten und zwei Wochen den spanischen Hafen von Sanlúcar erreicht hatte. Im Fall von Apollo 11 genügten acht Tage, um die nämliche Größe zu zeigen. Außerdem kehrten die Reisenden von diesem im Wortsinn Himmelfahrtskommando unbeschadet zurück.
Eine Großtat, einerseits, und andererseits, wie sich heute in Erfahrung bringen lässt, ein unfassbares Risikospiel. Ein strahlgetriebenes Raumschiff landet, vom Mond absteigend, im Pazifik neben einem Flugzeugträger, der USS Hornet, bei der es sich, rein antriebstechnisch besehen, um nicht mehr handelt als um ein ölbefeuertes Dampfschiff, Baujahr 1943, das jetzt Passagiere aus dem All aufnehmen muss. Passagiere, die zudem zollamtlich abgefertigt werden und von denen einer, Buzz Aldrin, überaus korrekt seine Reisekosten abrechnen wird, für die Route Cape Canaveral, Flo. – Moon – Pacific Ocean. 33 US-Dollar und 31 Cent wird man ihm dafür erstatten, wegen der gewährten Verpflegung an Bord.
Um Erinnerungen an die große Reise von Apollo 11, um deren geordnete Abwicklung und die Unordnung, die allenthalben dabei herrschte, um Sternenschiffe und den Schlag ins Wasser am Ende geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 18. Juli 2019. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUS, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet

Juni 2019

Einmal übern Großen Teich – Vor zweihundert Jahren überquerte erstmals ein Dampfschiff den Atlantik — Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 20. Juni 2019 im Nautilushaus am Museumshaven in Bremen-Vegesack
Das Schiff trägt praktischerweise den Namen des Hafens, den es am 22. Mai 1819 verlässt: Savannah, Georgia, schon zu der Zeit einer der bedeutendsten Überseehäfen in den Vereinigten Staaten. Die Savannah, gebaut und bereedert in Savannah: ein Rahsegler, drei Masten, Länge über alles 30,5 m, und mittschiffs, leicht nach achtern versetzt, ein kastenförmiges Konstruktionselement. Das Fahrtziel: Liverpool am anderen, englischen Ende der Welt. Ladung und Passagiere fehlen an Bord. Es handelt sich bei der Reise um ein Experiment.
Die Versuchsanordnung, mit der Schiffsführung und Besatzung es zu tun haben, entstammt Gedanken, mit denen sich ein Unternehmen mit ebenfalls einem auf Savannah verweisendem Namen im Seetransport neu zu positionieren versucht: Savannah Steam Ship Company. Eigentlich wird dabei ein Handelsfahrzeug herkömmlicher Bauweise eingesetzt, wenn da die zwischen Fockmast und Großmast aufsteigenden Kästen nicht wären, sowie ein mit Spanndrähten fixiertes Stahlrohr mittschiffs, das keine Segel trägt, aber Rauch auszustoßen vermag. Man könnte die Savannah, ihrer eigenwilligen Bauweise wegen, auch einen Wechselbalg nennen.
Tatsächlich handelt es sich bei ihr um ein Schiff mit einer gänzlich neuen, im Überseedienst noch nicht erprobten Antriebsform, für die unter Deck eine Dampfmaschine mit einer Leistung von 90 PS eingebaut wurde. Sie treibt in den Kästen verdeckt montierte Schaufelräder, die bei Bedarf aus dem Wasser gehievt werden können. Im Wasser liegend, würden sie jede Fahrt unter Segeln durch ihre Bremswirkung erschweren. An Schiffsschrauben als Antriebselement arbeiten zur Zeit dieser Überfahrt bereits zahlreiche Tüftler. Brauchbar ist bis dahin jedoch keiner ihrer Entwürfe.
Für ihre Reise nach Europa benötigt die Savannah ganze vier Wochen. Gerade einmal 80 Stunden davon verläuft die Fahrt unter Dampf. Bei der Ankunft in Liverpool, am 20. Juni 1819, ist freilich Beweiskraft gefragt. Das Feuer unterm Kessel soll schließlich auf eine glänzende, vor den Reedereien liegende Zukunft verweisen. Das Experiment, mit dem die Betreiber von sich reden machen wollten, gelingt, einerseits, und beschert ihnen, andererseits, im Nachhinein nichts als Verluste. Nach der Rückkehr nach Savannah wird das Schiff, nach einem Ausbau der Dampfmaschine, als reiner Segler weiter betrieben. Die professionelle Fahrt unter Maschine wird sich erst nach 1850 etablieren. Einer der Nutznießer dieser Entwicklung in der Transatlantikfahrt: der in Bremen beheimatete Norddeutsche Lloyd.
Darum, welche Pionierleistung und welches Scheitern sich hinter der Überfahrt der Savannah verbirgt, geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am zweihundertsten Jahrestag der Ankunft des Schiffs in Europa, am Donnerstag, dem 20. Juni 2019. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUS, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet.

Mai 2019

Die hannoversche Spur – 230 Jahre Meuterei auf der Bounty: Seemannsgarn und wie man es spinnt — Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 16. Mai 2019 im NAUTILUSHAUS am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Ganz großes Kino, orchestriert mit glanzvollen Namen: Marlon Brando allen voran, aber auch Errol Flynn, Clarke Gable, Charles Laughton, Trevor Howard, Mel Gibson, Anthony Hopkins und Laurence Olivier tummelten sich auf den Planken des Schiffs, das wohl jeder seinem Namen nach kennt: HMAV Bounty, ursprünglich ein Kohlentransporter, als Bethia getauft und mit einem Lademaß von 215 Tonnen für jede Aufgabe außer der Beförderung von Kohle in der Küstenfahrt einfach zu klein. Trotzdem wird aus der Bounty, als sie am 23. Dezember 1787 unter dem Kommando von Leutnant William Bligh zu einer Reise um Kap Hoorn in die Südsee aufbricht, das wohl berühmteste Schiff in der Seefahrtsgeschichte.
Fünfmal wurde der wegen seines Ausgangs, einer Meuterei vor Nomuka (Tonga-Inseln) am 28. April 1789, unvergessen gebliebene Stoff bisher verfilmt. Von einer Ausnahme abgesehen basieren alle Produktionen auf einer von den US-Amerikanern Charles Bernard Nordhoff und James Norman Hall zwischen 1932 und 1934 vorgelegten Romantrilogie. In den Büchern wie in den Kinostücken tritt William Bligh als von Willkür und Herzlosigkeit angetriebener Sadist in Erscheinung. Sein Ruf wurde auf diesem Weg, ungeachtet seines Freispruchs durch ein Militärtribunal im Oktober 1790, noch im Nachhinein ruiniert.
Nahezu alles ist rätselhaft geblieben an dieser Geschichte, ihr Ausgang allerdings von Gewissheiten umstellt. Unstrittig wird bleiben: Die 48-tägige Reise des mit dem loyal gebliebenen Teil seiner Besatzung auf einem Beiboot ausgesetzten William Bligh vom Ort der Meuterei zum niederländisch-indonesischen Kupang zählt bis heute zu den navigatorischen Meisterstücken. Unstrittig ist auch der Zielort der von Fletcher Christian geführten Meuterer, die extrem entlegene Südseeinsel Pitcairn. Das Schiff, die Bounty, steckten die Abtrünnigen nach ihrer Landung dort in Brand. Alle weiteren Spuren führen vornehmlich ins Reich der Legenden. So wurde Fletcher Christian, der auf der Insel verblieben sein soll und auf ihr angeblich 1793 verstarb, mehrfach in London gesichtet. Und wer war der aus Hannover stammende Maat Heinrich Hillebrandt, der, als Matrose Henry Hilbrant, sich den Meuterern anschloss und, in einen Eisenkäfig gesperrt, bei seiner gewaltsamen Rückführung nach England bei der Havarie der dafür nach Pitcairn entsandten Fregatte Pandora vor der Nordspitze Australiens ertrank? Unter ungewöhnlichen Umständen aus dem Leben geschieden sind fast alle der ursprünglichen Bounty-Besatzung, außer aus den Reihen der Meuterer John Adams, der 1829 mit angeblich den Worten „Lasst den Anker los!“ auf den Lippen auf Pitcairn verstarb, und William Bligh, von dem es allerdings in London und Gibraltar zwei Grabstätten gibt. Was sie wollten, was sie wurden, und wie ein Handwerker aus dem damals mit Großbritannien in Personalunion verbundenen Königreich Hannover an Bord der Bounty geriet, darum geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 16. Mai 2019. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUSau, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet.

März 2019

Mit Scharfsinn, Augenmaß und Weitblick – Der Seefahrtspionier Kapitän Eduard Dallmann aus Bremen-Blumenthal — Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 28. März 2019 im Nautilushaus am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Wer heute Australiens Ostküste bereist, braucht mehr als nur ein bisschen Glück, um dort auf eine Sprache zu stoßen, von der eine Spur bis nach Bremen-Blumenthal führt. Bestenfalls eine Handvoll Linguisten ist noch mit Unserdeutsch vertraut, einem Idiom, das der Verständigung von gerade noch 300 in Australien und zehn auf Papua-Neuguinea ansässigen Menschen dient. Entstanden ist Unserdeutsch in Herbertshöhe im vormaligen Neupommern, einer deutschen Kolonialsiedlung, die heute zum seit 1975 selbstständigen Staat Papua-Neuguinea gehört. Unserdeutsch ist eine Mixtur aus deutschem Wortschatz und der Grammatik des lokalen Tok Pisin, einem Pidgin-Englisch, das in Papua-Neuguinea den Rang einer Verkehrssprache einnimmt. Erfunden wurde es im Jahr 1897 von Kindern, die eine in Herbertshöhe, heute Kokopo, ansässige katholische Missionsschule besuchten.
Der deutsche Wortschatz gelangte im Jahr 1884 auf die pazifische Insel mit einem Schiff. Kapitän des Dampfschiffs Samoa war der aus Blumenthal in Hannover stammende Eduard Dallmann; Expeditionsleiter der Ethnologe, Vogelkundler und Repräsentant der Deutschen Neuguinea-Kompanie, Otto Finsch. Das Unternehmen, eigentlich eine Landnahme, sollte die Einflusssphäre der Hamburger Handelshäuser Hernsheim und Godeffroy absichern. Als Schutzgebiet Deutsche Südsee und später als Kolonie blieb das Terrain bis 1919 auf allen Land- und Seekarten präsent.
Der aus dem in Blumenthal aufgegangenen Kahnschifferdorf Flethe stammende Kapitän Dallmann hatte sich vor diesem Unternehmen vor allem mit umsichtig von ihm geführten Eismeerfahrten einen Namen gemacht. Im Auftrag des Bremer Großkaufmanns Ludwig Knoop war er bis in die sibirischen Flußmündungen von Ob und Jenissei vorgestoßen. Mit dem Auxiliarsegler Groenland hatte er zuvor in die Antarktis erkundet. Zahlreiche von ihm und nach ihm benannte Schauplätze zeugen dort bis heute von seinem navigatorischen Können. Dallmann agierte auf den von ihm geführten Unternehmungen nicht wie ein Kolonialherr. Seine Anliegen waren die eines gewissenhaften Forschungsreisenden und Entdeckers. Als solcher repräsentierte er zeitlebens die maritime Bindung seiner auch mit Vegesack verbundenen und zuletzt wieder in Blumenthal ansässig gewesenen Familie. Dallmann starb dort am 23. Dezember 1896 in dem Haus seines Schwiegersohns Louis Wieting, ebenfalls ein Schiffskapitän und Sibirienfahrer in Diensten von Ludwig Knoop.
Wie Eduard Dallmann zu einer Ikone der Polarforschung im 19. Jahrhundert wurde, wie die deutsche Sprache auch durch ihn in die Südsee und nach Australien gelangte, was heute noch von seinem Wirken in Blumenthal, Vegesack und St. Magnus zeugt, darum geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 28. März 2019. Beginn um 19 h im Nautilushaus, Zum alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation der seit 2016 25-ten von ihm betreuten Klönrunde des MTV Nautilus: Gerald Sammet

Februar 2019

Gut für knapp eine Handbreit Wasser unter dem Kiel – Das Museumsschiff >Bremen< als Prototyp aller modernen Seenotrettungsfahrzeuge Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 21. Februar 2019 im NAUTILUSHAUS am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Es darf als ausgemacht gelten, dass sich selbst in dem maritimen Geschehen und eng
verbundenen Kreisen kaum noch jemand an den im 19. Jahrhundert in Königsberg in Ostpreußen ansässig gewesenen Kaufmann und Reeder Robert Kleyenstüber erinnert. Sein Name wäre wohl vergessen, hätte nicht ein Schiff ihn zeitweilig geführt, das als außergewöhnliche Konstruktion in die Geschichte der weltweiten Seenotrettung einging. Entstanden ist dieses Fahrzeug, die >Konsul Kleyenstüber<, 1931 auf der Lürssen-Werft im damals noch eigenständigen Vegesack als Motorrettungsboot mit einem Tiefgang von 1,25 m und einer Länge über alles von 16,17 m. Ausgelegt war es für eine vierköpfige Besatzung, die mit dem Schiff bis 1941 vom ostpreußischen Pillau, danach bis 1944 von Borkum und zuletzt von Amrum aus operierte. Mit der vorläufigen Außerdienststellung 1949 endete dieser Teil seiner Geschichte.
Der zweite Teil dieser Angelegenheit wird wiederum in Bremen-Vegesack bei den Schiffbauern von Lürssen verhandelt. 1953 gelangt die >Konsul Kleyenstüber< erneut in die Obhut der Werft. Das Schiff wird, nach Vorgaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, mehr als ertüchtigt. Aus ihm geht, als Prototyp, der erste moderne Seenotrettungskreuzer hervor: geringer Tiefgang bei gleichzeitig niedrigem Gewichtsschwerpunkt, Selbstaufrichtung als Konstruktionsmerkmal, Einbau einer Heckwanne, die ein frei verfügbares Tochterboot trägt und ausreichende Motorisierung. Lediglich die Geschwindigkeit von maximal 10 Knoten sollte sich als unzulänglich erweisen. Noch im Jahr des Umbaus wurde das Schiff als >Bremen< neu getauft. Von November 1953 bis 1961 war sie in Bremerhaven stationiert, danach in Hörnum auf Sylt. Die letzten Seenotretter der DGzRS gingen im April 1965 im Hafen von Amrum von Bord. Danach fristete die >Bremen< als Hafenschlepper >Oeltjen< auf Weser und Hunte und ab 1972 als Privatyacht >Wal< auf der Elbe ein eher bescheidenes Dasein.
Ein Zufallsfund führte 2007 dazu, dass die einstige >Bremen< wieder zurück an die Orte ihrer Entstehung gelangte. Liebevoll betreut und gepflegt von ehrenamtlichen Helfern und unterstützt von sich für seinen Erhalt einsetzenden Sponsoren bildet der Versuchskreuzer, der die Geschichte des Seenotrettungswesens entscheiden prägte, heute im Museumshaven in Bremen-Vegesack einen markanten Anziehungspunkt. Sogar als technisches Denkmal hat man ihn registriert. Wie mit dem Bau der >Bremen< die Konstruktion von Rettungsfahrzeugen für den Hochseeeinsatz revolutioniert wurde, welche technischen Entwicklungen die Experimente mit ihr nach sich zogen, wie sich dieser Abschnitt der Schiffbaugeschichte auf die lokalen Gegebenheiten im Hafen von Vegesack auswirkte und welche Ziele noch vor den Schiffsbetreibern liegen, darum geht bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 21. Februar 2019. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUS, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet.

Kapitän Eduard Dallmann

Mit Scharfsinn, Augenmaß und Weitblick – Der Seefahrtspionier Kapitän Eduard Dallmann aus Bremen-Blumenthal — Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 28. März 2019 im Nautilushaus am Museumshaven in Bremen-Vegesack
Wer heute Australiens Ostküste bereist, braucht mehr als nur ein bisschen Glück, um dort auf eine Sprache zu stoßen, von der eine Spur bis nach Bremen-Blumenthal führt. Bestenfalls eine Handvoll Linguisten ist noch mit Unserdeutsch vertraut, einem Idiom, das der Verständigung von gerade noch 300 in Australien und zehn auf Papua-Neuguinea ansässigen Menschen dient. Entstanden ist Unserdeutsch in Herbertshöhe im vormaligen Neupommern, einer deutschen Kolonialsiedlung, die heute zum seit 1975 selbstständigen Staat Papua-Neuguinea gehört. Unserdeutsch ist eine Mixtur aus deutschem Wortschatz und der Grammatik des lokalen Tok Pisin, einem Pidgin-Englisch, das in Papua-Neuguinea den Rang einer Verkehrssprache einnimmt. Erfunden wurde es im Jahr 1897 von Kindern, die eine in Herbertshöhe, heute Kokopo, ansässige katholische Missionsschule besuchten.
Der deutsche Wortschatz gelangte im Jahr 1884 auf die pazifische Insel mit einem Schiff. Kapitän des Dampfschiffs Samoa war der aus Blumenthal in Hannover stammende Eduard Dallmann; Expeditionsleiter der Ethnologe, Vogelkundler und Repräsentant der Deutschen Neuguinea-Kompanie, Otto Finsch. Das Unternehmen, eigentlich eine Landnahme, sollte die Einflusssphäre der Hamburger Handelshäuser Hernsheim und Godeffroy absichern. Als Schutzgebiet Deutsche Südsee und später als Kolonie blieb das Terrain bis 1919 auf allen Land- und Seekarten präsent.
Der aus dem in Blumenthal aufgegangenen Kahnschifferdorf Flethe stammende Kapitän Dallmann hatte sich vor diesem Unternehmen vor allem mit umsichtig von ihm geführten Eismeerfahrten einen Namen gemacht. Im Auftrag des Bremer Großkaufmanns Ludwig Knoop war er bis in die sibirischen Flußmündungen von Ob und Jenissei vorgestoßen. Mit dem Auxiliarsegler Groenland hatte er zuvor in die Antarktis erkundet. Zahlreiche von ihm und nach ihm benannte Schauplätze zeugen dort bis heute von seinem navigatorischen Können. Dallmann agierte auf den von ihm geführten Unternehmungen nicht wie ein Kolonialherr. Seine Anliegen waren die eines gewissenhaften Forschungsreisenden und Entdeckers. Als solcher repräsentierte er zeitlebens die maritime Bindung seiner auch mit Vegesack verbundenen und zuletzt wieder in Blumenthal ansässig gewesenen Familie. Dallmann starb dort am 23. Dezember 1896 in dem Haus seines Schwiegersohns Louis Wieting, ebenfalls ein Schiffskapitän und Sibirienfahrer in Diensten von Ludwig Knoop.
Wie Eduard Dallmann zu einer Ikone der Polarforschung im 19. Jahrhundert wurde, wie die deutsche Sprache auch durch ihn in die Südsee und nach Australien gelangte, was heute noch von seinem Wirken in Blumenthal, Vegesack und St. Magnus zeugt, darum geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 28. März 2019. Beginn um 19 h im Nautilushaus, Zum alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation der seit 2016 25-ten von ihm betreuten Klönrunde des MTV Nautilus: Gerald Sammet.

Klönschnack Januar 2019

Wie Kai aus der Kiste – Der Siegeszug des Containers in der internationalen Handelsschifffahrt – Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 17. Januar 2019 im NAUTILUSHAUS am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Auf den friesischen Inseln Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonikoog, herrscht derzeit Goldgräberstimmung. Oder jedenfalls frohe Erwartung. Seit das Containerschiff >Zoe< der Reederei MSC am 2. Januar in schwerer See vor Borkum wenigsten 281 seiner an Deck gelaschten genormten Transportbehälter verlor, von denen bereits einige an die Inselstrände gespült wurden, steht man, den Blick auf die See gerichtet, erwartungsvoll in den Dünen. Anders als in Deutschland, geht Strandgut nach niederländischem Recht in den Besitz derjenigen über, die unversehens oder nach gezielter Suche darauf stoßen. Vor allem Einheiten, bepackt mit Fernsehgeräten, Spielzeug, aber auch Gefahrgut gingen von der >Zoe<, Heimathafen Panama City, über Bord.
Kaum eine Erfindung hat den Warentransport auf See, den Hafenumschlag und den Schiffbau so massiv verändert wie der Container. Dabei handelte es sich, als am 26. April 1956 die >Ideal X<, der erste mit Containern beladene Frachter, in New Jersey zur Reise nach Houston/Texas ablegte, eigentlich um eine naheliegende Erfindung. Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten Eisenbahngesellschaften weltweit mit genormten Umwegverpackungen experimentiert. Das Ziel: Waren und Güter nicht länger im Einzelumschlag auf verschiedenen Verkehrsträgern zu transportieren, sondern das Umschlagverfahren zu normen und zu standardisieren.
Als Erfinder des heute gebräuchlichen Standardcontainers gilt der US-Amerikaner Malcom McLean, ein in North Carolina ansässig gewesener, im Tabakhandel tätiger Speditionsunternehmer. 1957 schuf er den ersten Container-Liniendienst. Die Reederei PanAtlantic, 1960 in Sea Land umbenannt, ist als Marke heute Teil der dänischen Maersk Gruppe. Weltweit prägt McLeans Innovation den Anblick von Hafenlandschaften, Bahnhöfen und Einrichtungen für den Güterumschlag.
1966 wurde im Überseehafen Bremen der erste für Deutschland bestimmte Container gelöscht. Das Problem: Es existierte landseitig noch kein brauchbares Entladungssystem. Die erste Kiste fiel prompt vom Haken und plättete den für den Abtransport bestimmten Lkw. Auch das Schiff, die >Fairland<, war nicht mehr als ein von der US Navy ausgemustertes Liberty Schiff. Nach kaum mehr als einem Jahrzehnt lagen die Dinge in allen Häfen ganz anders. Ganze Berufsgruppen, Gewerke, technische Systeme und Traditionen, bis hin zu denen politischer Natur, waren verschwunden. Nicht ohne Grund wurden die aufgekommenen Container-Frachter von den um ihre Berufsehre fürchtenden Seeleuten abschätzig Schachtelschiffe genannt.
Wie der Container den Hafenumschlag, die Seemannschaft und den Schiffbau revolutionierte, darum und weshalb Strandgut hierzulande sich nicht jeder einfach aneignen darf, geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 17. Januar 2019. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUS, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet.

In die Welt hinaus

 

Von der Weser in die Welt – Vierhundert Jahre Vegesacker Hafengeschichte. Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 19. Juli 2018 im Nautilushaus am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Haven oder Hafen, daran scheiden sich, wo es um den Vegesacker Hafen geht, die Geister. Dabei ist doch nur die eine Schreibweise, Haven, niederdeutsch, die andere hingegen, Hafen, ruft das Hochdeutsche, die mittlerweile auch im Norden gängige Verkehrssprache auf. So erregt es auch kaum Anstoß, dass an der Alten Hafenstraße das historische Havenhaus liegt. Als Lokal hat diese Einrichtung ohnehin ihren Namen abstreifen müssen und ist zur >Strandbude< mutiert. Bosse Hasselmann, der erste dort ansässig gewesene Hafenmeister und Mitbegründer der mit dem Hafen verbundenen maritimen Traditionen, hätte dafür wahrscheinlich nicht sonderlich höflich gedankt. Bevor das Havenhaus 1646 errichtet wurde, musste er allerdings mit einem einer Bude nicht unähnlichem, betagten Wohnhaus vorlieb nehmen.

Der eigentliche Anlass für derlei Verwirrungen freilich liegt in diesen Tagen exakt vierhundert Jahre zurück. Am 14 Juli 1618 begann der Bau des künstlichen Hafens an der Unterweser, im Dörfchen Fegesacke an den Mündungen von Lesum und Aue, wobei, wie im Fall von Haven oder Hafen, bis heute strittig blieb, ob er das erste für die Schifffahrt errichtete Kunstbauwerk in Deutschland war oder weit mehr. In jedem Fall benötigte das die Arbeiten finanzierende Bremer >Haus Seefahrt< die Dienste und Fachkenntnisse niederländischer Wasserbauer, die sich, angeführt von dem Festungsbaumeister Johan van Valckenburgh, auch mit der Anlage und Sicherung der Neustadt befassten. Im Jahr des Ausbruchs des Dreißigjährigen Krieges wähnten sich die Bremer Kaufleute noch mitten im Frieden.

Mit ihrem Spielbein in die schon angebrochene Neuzeit voranschreitend, mit ihrem Standbein der noch existierenden Hanse verbunden, erkundeten Handelsherren und Bauleute das Terrain. Irgendwann in den Jahren vor 1818 gelangten sie zu dem Schluss, dass besonders der Mündungstrichter der Schönebecker Aue die besten Voraussetzungen für den Hafenbau böte. Das Alte Tief (Dat Ole Deep genannt) hatte schon als geschützter Liegeplatz für Schiffe eine gewisse Bedeutung erlangt. Außerdem war fester Untergrund vorhanden; letztlich musste man daher nur die Mündung der Aue erweitern. Das Flüsschen allerdings wurde um das Hafenbecken gelenkt, weil es zu viele Sinkstoffe einbrachte. 1622 waren die Bauarbeiten so gut wie beendet, der Warenumschlag konnte beginnen. Sehr bald lockte der Hafenbetrieb auch die Schiffbauer an. Flussaufwärts, bis nach Bremen, bot die noch nicht eingedeichte, versandende Weser keine Möglichkeiten mehr für Gewinn bringendes Wirtschaften. Bald allerdings erreichten die Kriegswirren auch Vegesack, Schweden und Dänen zogen heran, oldenburgische und Stedinger Begehrlichkeiten galt es über Jahrhunderte abzuwehren,

Um vierhundert Jahre Vegesacker Hafen, wie er entstand, blühte, verfiel und zu dem wurde, was er heute verkörpert, geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 19. Juli 2018. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUS, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet.

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