Die Pappbootregatta des MTV Nautilus

Zum 25jährigen Jubiläum des Vereins Maritime Tradition Vegesack Nautilus e.V. wurde die erste Vegesacker Pappbootregatta des Vereins veranstaltet. Am 19. Mai 2012 wurden erstmals lustige, bunte und größtenteils sogar schwimmfähige Bastelobjekte, die meistens keinerlei Ähnlichkeit mit Booten hatten, zu Wasser gelassen.

Das Wetter spielte auch mit, es blieb zwar bedeckt, aber trocken, und rund um den Hafen sowie auf der Hafenbrücke waren alle Stehplätze besetzt, es wurden ca. 2000 Zuschauer gezählt und die Stimmung war rund um den Hafen sowie auf und im Wasser bestens.

So verwunderte es kaum, dass nach der Regatta sofort der Wunsch nach einer Wiederholung im nächsten Jahr aufkam, und inzwischen wurde die Pappbootregatta schon zum fünften Mal veranstaltet. Organisiert wurde sie seit Beginn von Birgit Benke und einem Team, das im Jahre 2017 aus Kirsten Baumgart, Birgit Benke, Tanja Heimann und Vera Wandrei besteht.


Pappbootregatta 2017

Auch 2017 wird es wieder eine Pappbootregatta geben, sie findet am 21. Mai von 11 - ca. 16 Uhr im Museumshaven in Vegesack statt. Organisiert wird sie vom bewährten Team mit Birgit Benke, Kirsten Baumgart, Vera Wandrei und Tanja Heimann.

Anmeldungen sind ab sofort möglich. 

Anmeldeformular

Infomappe

Parkplatzreservierung

Rückmeldung Sponsoring

Flyer 2017

Plakat 2017

Mitpaddeln ohne Basteln ;-)

"Moechtegern"
"Speedy Mumm"

(bb 29.01.2017)

 

„Wer möchte mitpaddeln und hat keine Zeit bis Mai noch ein PAPPBOOT zu bauen?“

Dann haben wir DANK der Unterstützung von den WESER- JUNGS  (Modell Möchtegern)und Familie Spieker (Modell Speedy Mumm) zwei Schwimmkörper- Modelle in 2017 abzugeben.

Bewerbungen für die beiden in 2016 wassererprobten Schwimmkörper,  werden bis zum 01.03.2017 unter: pappboot@mtv-nautilus.de gern entgegen genommen. Das  Anmeldeformular ist bitte mit einer Kurzbeschreibung warum wir euch den Schwimmkörper  1. MÖCHTEGERN oder 2. SPEEDY MUMM geben sollten,  zeitnah zusenden.  Die beiden neuen Teams sollten sich  den 03.03.2017 um 17 Uhr  Treffpunkt Nautilushaus unbedingt schon einmal vormerken. Alle Teams werden am  02.03. telefonisch benachrichtig wer mit dabei sein kann. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!!


Pappbootregatta 2016



Fotos: MTV Nautilus PBR 2015

(abk) Inzwischen ist die Pappbootregatta 2016 auch Geschichte. Dieser Kurzfilm zeigt anschaulich in 3 Minuten, wie Teams und Zuschauer die Pappbootregatta 2016 empfunden haben.

Hier gibt es einen ausführlicheren Film dazu, verantwortlich hierfür ist der Ersteller. Einen Bericht zur Veranstaltung hat uns Birgit Benke zur Verfügung gestellt.


Pappbootregatta 2015

Die Pappbootregatta 2015 fand am 16. Mai 2015 statt.

Das Video stellte uns freundlicherweise William van Berg zur Verfügung. Wenn es sich nicht automatisch öffnet, klicken Sie bitte hier.


Pappbootregatta 2014

Auch die dritte Pappbootregatta des MTV Nautilus fand bei strahlendem Sonnenschein statt.  Schon ab 10 Uhr gab es rund um den Hafen ein Rahmenprogramm besonders für Kinder, die mit Käpt'n Säbelzahn im Spicarium auf Schatzsuche gehen konnten und davor die rauchende Anna, das kleine grüne Tuckerboot, bewunderten.

Insgesamt gingen 14 "Boote" an den Start, unterteilt in die drei Kategorien Schnelligkeit, jeweils für Kinder und Erwachsene, und Kreativität. In allen drei Kategorien bewertete die Jury, bestehend aus Birgit Waller, Bernhard Hauke und Günter Naujoks, zunächst die Einhaltung der Bauvorschriften, die künstlerische Umsetzung und natürlich auch die Schnelligkeit. Der erste Startschuss,  gegeben vom Typhon der BV 2 Vegesack, erfolgte  kurz nach 15 Uhr. Rund um den Hafen war kein Durchkommen mehr, die Logenplätze am Hafengeländer und auf der Brücke über dem Hafen waren in Dreier- und Viererreihen besetzt, und auch der Balkon vom Haven Höövt wurde von den Schaulustigen in Besitz genommen.  

In den ersten Rennen kämpften Ursula die Kuh, der  Nachtfalter und Schwantanica,  jeweils in Zweier-Auscheidungen gegen das E-Team,  Hinterm Horizont, Dragons Fog  und Syntheseboot.  Alle Schwimmkörper erreichten den rettenden Steg wieder mehr oder weniger unversehrt, aber über Wasser. Besonders beeindruckend war die rasante Fahrt des Team Horizont, die vermutlich in der falschen Kategorie gestartet waren, denn die gefahrene Zeit hätte auch für einen vorderen Platz im Geschwindigkeitswettbewerb gereicht.  Die Teams hatten sich alle viel einfallen lassen, so waren ein Elefantenfisch, ein schöner Schwan sowie ein feuerspeiender Drache, der während der Fahrt auch noch Dampfwolken ausstieß, zu sehen. Bei den Schnelligkeitsrennen der Kinder fuhren Minimumm und das A(statt U-) Boot gegeneinander, sie erreichten ebenfalls in einem Stück wieder das Ufer.

Im Anschluss an diese Rennen zeigte die DLRG, wie verunfallte Personen aus dem Wasser geborgen werden.

Spannend wurde es bei den Schnelligkeitsrennen der Erwachsenen. Hier fuhren ausnahmsweise drei  Boote gegeneinander, denn die Auszubildenden der drei Werften in unmittelbarer Nachbarschaft wollten sich gegeneinander messen.

Schon bei dem Start hatte die Weserpappe 3 der Fassmer-Azubis nur noch wenig Freibord, vermutlich hatte die Besatzung es versäumt, vorher noch einmal auf die Waage zu gehen. Nach nur 46 Sekunden verließ das Boot die Besatzung und zog es vor, auf Tiefe zu gehen. Das ließ die Crew nicht auf sich sitzen und zog das schon halb aufgeweichte Boot schwimmend um die Bojen, bei den kalten Wassertemperaturen sicherlich grenzwertig. Die  Lürssen-Crew war geringfügig schneller als die Mannschaft von Abeking & Rasmussen.

Beim zweiten Ausscheidungsrennen trafen die beiden Pfadfindermannschaften der Royal Ranger aufeinander. Das Boot Marco Polo hatte letztes Jahr überlebt und ging etwas modifiziert wieder ins Rennen,  neu war ein kleines gelbes Gefährt namens Magellan. Dieses quittierte dann auch, gleich nachdem die stabilisierenden Helfer am Steg losgelassen hatten, den Dienst und zeigte damit auch die Leistungsfähigkeit der Rettungswesten. Auch diese Crew hatte Ehrgeiz und schubste das von seiner Mannschaft erleichterte fröhlich aufrecht schwimmende Boot von Hand um die Bojen. Natürlich kam es wesentlich später wieder zurück als der Konkurrent aus dem gleichen Verein.

Einige Enthusiasten hatten dann immer noch nicht genug, so wollten die Azubis von Lürssen und A&R unbedingt noch einmal gegeneinander fahren und auch Team Horizont mischte mit. Diese hatten allerdings die längere Bahn erwischt, so dass sie natürlich keine Chance gegen die beiden Werftenteams hatten. Diese kamen mit einem kaum wahrnehmbaren Unterschied wieder an den Steg zurück. Aber auch das Team Horizont fuhr noch eine achtbare Zeit heraus.

Nach diesen Extra-Einlagen konnten dann auch endlich die Rettungsschwimmer der DLRG, die sich mehr als drei  Stunden lang im Wasser aufgehalten hatten und auch bei den beiden Schwimmeinlagen immer  in der Nähe der Schwimmer blieben, wieder an Land kommen. Für diese tolle Leistung hätten sie eigentlich  auch einen Pokal verdient.

Organisiert hatten das Pappbootrennen wie schon in den vergangenen Jahren Kirsten Baumgart und Birgit Benke. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer aus dem MTV Nautilus an Infostand, bei der Kaffee- und Kuchenversorgung, auf der BV 2 Vegesack und im Nautilushaus  wäre die Veranstaltung nicht durchführbar gewesen,  allen an dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank.

Falls Sie das Video unten nicht sehen können, klicken Sie bitte hier.


Pappbootregatta 2013

(abk) Am 22. Juni 2013 war es so weit, die zweite Auflage der Pappbootregatta ging an den Start. Nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr zum 25jährigen Jubiläum des Vereins Maritime Tradition Vegesack Nautilus e.V. war das Interesse des Publikums groß, bis zu 2500 Zuschauer zählte der Verein.

Ab 12 Uhr sendete Radio Nautilus live aus dem Nautilushaus in Vegesack, und die Moderatoren Olaf Juerss und Anke Krohne konnten im Vorfeld der Regatta mehrere Mannschaften vorstellen.  Nach einer Einführung vom zweiten Vorsitzenden Günter Naujoks kamen zur ersten Gesprächsrunde gleich die Mitglieder der Jury. Birgit Waller, Galeristin und Künstlerin aus Lesum, Uwe Osterloh vom Verein Vegesacker Junge und Dr. Bernhard Hauke, ehemaliger Vorsitzender des MTV Nautilus, hatten schon seit einer Stunde Unterlagen gewälzt, um sich über die Regeln und die Vorgehensweise abzustimmen.

In weiteren Runden berichteten das BiKi-Organisationsteam des MTV Nautilus,  Birgit Benke und Kirsten Baumgart, von den Vorbereitungen für die Regatta, der kurzfristig eingesprungene Moderator Sascha stellte sich vor, und die Mannschaften von Fassmer, Lürssen, Royal Ranger Stamm 227 der Pfadfinder, das Bikini-Bottom-Team, Warnke Christoffers für das Team Nachtwanderer, Pia Haarde vom Team Horizont so wie Diakon Uwe Reimer für das Konfusprojekt der Gemeinde Aumund Vegesack gaben Auskunft über ihre Motivation zur Teilnahme, die Bauphase der Schwimmkörper und die Zusammensetzung der jeweiligen Mannschaften. Weitere Gäste im offenen Studio von Radio Nautilus waren Vertreter der DGzRS, des Seemannschores Vegesack sowie der Vegesacker   Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt, der die Veranstaltung wenig später offiziell eröffnete.

Ab 11 Uhr war bereits im Außengelände mit dem Aufbau der Schwimmkörper begonnen worden, die am Hafenrand bewundert werden konnten. Ab 15 Uhr wurden jeweils zwei der Gefährte zu Wasser gelassen, und mit dem Startschuss, der vom Typhon der Barkasse Vegebüdel gegeben wurde, mussten die Schwimmkörper eine Acht um zwei Bojen fahren, um danach mit der Hand des „Kapitäns“ am Anleger die Zeitnahme auszulösen.

Das schien allerdings nicht so einfach zu sein. Bereits bei der ersten Wettfahrt kenterte zum Jubel des Publikums die „Ognabradur“ des Teams Walhalla von Abeking & Rasmussen, während die Konkurrenz „Crazy Bionic“ der Auszubildenden der Lürssen Werft relativ pro-blemlos wieder an den Steg kam.

Im Wasser befanden sich über den gesamten Zeitraum der Rennen Rettungsschwimmer der DLRG, die im Notfall hätten eingreifen können. Sie konnten sich glücklicherweise auf das Einsammeln von Rudern und Dekogegenständen beschränken. Allerdings hätte eine Rettung auch zur Disqualifikation des geretteten Teams geführt. Ein Boot der DLRG sperrte die Hafenzufahrt ab, so dass einige Sportboote, die in den Hafen wollten, enttäuscht wieder abdrehen mussten. Allerdings wäre eine Brückenöffnung in der Zeit der Rennen ohnehin nicht in Frage gekommen, denn die Brücke über dem Hafen bot die besten Aussichtsplätze für das begeisterte Publikum und war daher immer voller Menschen.

Das Boot „Alice hinterm Horizont“ vom Team Horizont fuhr gegen den „Nachttroll“ von den Nachtwanderern. Die nächste Begegnung zwischen den Kindern der Grundschule Schönebeck mit „MaxiMumm1“ und dem Konfusprojekt der Gemeinde Aumund Vegesack mit der lilafarbenen „Amicitia Iuncta“ löste wieder Jubel aus, denn das Mädelsteam der Konfirmanden kenterte sofort nach dem Ablegen. Genau wie die ersten Kenterer bewiesen sie dann aber Sportsgeist und zerrten ihr Gefährt schwimmend um die Bojen ins Ziel, was dann ebenfalls mit einem großen Applaus des Publikums belohnt wurde. Die nächste Fahrt von drei Auszubildenden der Fassmer-Werft (Ausbildungsberuf: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik mit dem Schwerpunkt Faserverbund) mit „Weserpappe“ gegen die sehr stabil aussehende „Marco Polo“ von den Royal Rangern, Stamm 227, mit sechsköpfiger Besatzung entschieden die Azubis klar für sich.

Sehr mit dem starken Wind zu kämpfen hatten die darauf folgenden Schwimmkörper „(H)und dat Wasser“ der Grundschule Schönebeck und „Spongebob“ vom Team Bikini Bottom, die wegen ihrer hohen Aufbauten bzw. der großen Angriffsfläche so stark abgetrieben wurden, dass besonders die Kinder der Grundschule Schönebeck eine große Ehrenrunde durchs Hafenbecken drehen mussten. Hier wurde aber neben der reinen Paddeltätigkeit noch richtig Programm geboten: Neben den vier Paddlern an jeder Ecke des mit einem Katamaran-Rumpf konstruierten Bootes gab es noch einen fünften Jungen, der Wasser durch eine Pumpenkonstruktion auf dem Boot pumpte. Während des Rennens ging er mit einer den Freifall-Rettungsbooten nachempfundenen Konstruktion  über Bord und  wurde dann von der Paddelcrew wieder aus dem Wasser gefischt. Dieses Boot war durch viele liebevolle Details und sogar einem rot blinkenden Warnlicht als „Mann-über-Bord“-Signal sehr durchdacht gestaltet, so dass den Zuschauern schon lange klar war, wer den Kreativ-Preis gewinnen würde.

Die Besatzung von „Spongebob“ hatte mit der Höhe des als Floß gebauten Schwimmkörpers zu kämpfen, die Arme samt Paddel waren fast zu kurz um das Wasser zu erreichen. Die letzte Runde fuhr die „Maxi-Mumm 2“, ebenfalls von der Grundschule Schönebeck, dann alleine gegen die Uhr.

Bei den weiteren Ausscheidungsfahrten hatten alle Teilnehmer dazu gelernt, es kenterte keiner mehr und alle kamen wieder trocken an den Steg – bis auf das letzte Rennen der Azubis von Lürssen gegen die der Fassmer-Werft. Ein spannendes Finalrennen entschieden die Fassmer-Jungs im blauen Boot nur um Zehntelsekunden gegen die Lürssen-Azubis in der gelben Banane für sich, obwohl der Kapitän der „Gelben“ durch einen besonders sportlichen Einsatz (Hand am Steg und Füße noch im Boot zählt als angelegt, auch wenn der Bauch dazwischen im Wasser hängt) noch alles gab. Das blaue Fassmer-Boot drehte noch eine Ehrenrunde durch den Hafen und die Besatzung folgte dann den Rufen des zahlreichen Publikums „ins Wasser!!!“

Die Teilnehmer wurden in drei Kategorien bewertet, Speedboote bis 13 und ab 13 Jahren, bei denen es hauptsächlich auf die Schnelligkeit ankam, und Kreativboote, bei denen die Zeit eine untergeordnete Rolle spielte und der Ideenreichtum sowie die Umsetzung bei der Gestaltung der Boote im Vordergrund stand. Ebenso wurde auf die korrekte Einhaltung der Teilnahmebedingungen sowie auf das Verhalten von Kapitän und Mannschaften geachtet. Für die Sieger gab es kleine Preisgelder sowie jeweils einen Wanderpokal pro Gruppe.

Genau bis zur Siegerehrung hatte das Wetter durchgehalten, dann kam das Nass geballt von oben und leider verliefen sich dann auch die Zuschauer sehr schnell. Der im Anschluss geplante Auftritt von „Loggers Men“ fand im kleinen Kreis unter Dach im Nautilushaus statt.


 


Pappbootregatta 2012

Früh am Morgen des 19.05.2012 wurde im Museumshaven Vegesack aufgebaut. Zelte für die Ausstellung der schwimmenden Gefährte, das Ruderhaus wurde für administrative Zwecke an die Pier gestellt und eine Kaffeestation aufgebaut. Mittags standen dann auch die in teilweise monatelanger Arbeit fertig gebastelten (hoffentlich) schwimmenden Objekte in Reih und Glied an der Mauer des Haven Höövts, um sich den gestrengen Blicken der Jury zu präsentieren. Diese bestand aus der Galeristin Birgit Waller, dem Vegsacker Jungen Maximilian Neumeyer und dem Vertreter von Vegesack Marketing, Fritz Rapp.

Zunächst bewerteten sie die Bastelobjekte nach Einhaltung der vorgegebenen Kriterien,  hier konnten schon mal einige Punkte gesammelt werden. Besondere Kreativität und Phantasie gaben noch einmal Extrapunkte, während der Seemannschor Vegesack für die musikalische  Begleitung sorgte. Ansgar Langhorst von Radio Bremen übernahm die Moderation und das Hafengelände füllte sich zusehends mit Schaulustigen. Auch vor Beginn des Rennens gab es ja schon einiges zu sehen.

So fuhren im Vegesacker Hafen schon die Boote der DLRG und setzten zunächst einmal die Wendeboje. Mehrere DLRG-Rettungsschwimmer in Neopren-anzügen hielten sich schon vor dem Rennen im Wasser auf, später sollten sie für die Sicherheit der Bootsbesatzungen sorgen. Schwimmer im Vegesacker Hafen sieht man aber auch wirklich selten, so dass diese Männer ein interessiertes Publikum hatten.

Aber dann ging es wirklich los und die ersten Boote wurden ins Wasser gesetzt. Um es vorweg zu nehmen: Kein „Boot“ löste sich auf und es ist auch keines gesunken! Als erstes startete die DLRG Stedinger Land mit „Juliusplate“, sie kamen fehlerfrei und unter großem Beifall um die Boje und legten auch unversehrt wieder am Ponton an. Ebenso die Kindergruppen der Grundschule Schönebeck mit „Tetrapapp“ und „Teppichklopfer“.  Es folgten die Kinder des Nachhilfestudios Burglesum mit „Enzyklopedia“ und die Jugendgruppe des MTV Nautilus mit „U 1987“. Diese Gruppe war dann die einzige, die Bekanntschaft mit dem Wasser machte, allerdings schon nach Beendigung des Rennens. Ein Fehler beim Aussteigen aus dem kippeligen Gefährt führte zum Umschlagen und die Besatzung fand sich im Wasser wieder. Endlich konnten die Rettungsschwimmer auch mal aktiv werden, aber mehr als beim „Wieder-auf-den-Ponton-Klettern“ helfen brauchten sie nicht zu tun.

An Land wurden inzwischen ca. 2000 Zuschauer gezählt, die rund um den Hafen  und besonders auf der Brücke standen und die Teams auch immer wieder anfeuerten.

„Löschboot 2“ von der Jugendfeuerwehr Vegesack in Zusammenarbeit mit dem Schifferverein aus dem Vegesacker Hafen paddelte sich souverän über die Strecke, bis dann kurz hintereinander die Auszubildenden von Abeking & Rasmussen mit „Black Pearl“ und Lürssen mit „Treibholz“ an den Start gingen. Das mit Spannung erwartete Duell der zukünftigen Schiffbauer entschieden die Azubis von Lürssen ganz knapp für sich, der Unterschied betrug nur zwei Sekunden. Für die spätere Platzierung war das aber noch nicht richtungsweisend, da Schnelligkeit nicht das einzige Bewertungskriterium war. Diese beiden waren allerdings die schnellsten des ganzen Rennens.

Es folgten die Nachtwanderer mit ihrer „Nachtfee“, die als Gallionsfigur eine Mondin hatte, und die Freiwillige Feuerwehr Schönebeck mit „Löschboot Schönebeck“. Als elftes und damit letztes Boot startete der „Pink Panther“ vom ULC Sportstudio.

Da die gefahrenen Zeiten teilweise sehr eng beieinander lagen bzw. gleich waren, mussten drei Boote noch einmal ins Rennen: „Black Pearl“, die „Nachtfee“ und „Löschboot Schönebeck“ paddelten noch einmal nebeneinander drauflos, wobei die zwei fehlenden Bojen durch Rettungsschwimmer ersetzt wurden.

Alle Boote wurden, zum Teil mit kleineren Blessuren, wieder an Land geholt und fast alle waren auch noch schwimmfähig. Die Jury zog sich zur Beratung zurück, sie hatte folgende Punkte zu bewerten:

· Vorgaben erfüllt

· Kreativität und Gestaltung

· Tragfähigkeit des „Bootes“

· Skipper Verhalten während des Rennens

· Zeitvergleich nach Altersgruppen

Nach eingehender Bewertung wurden dann folgende Preise verteilt: In der Altersgruppe bis 12 Jahre gewann die Klasse 1a der Grundschule Schönebeck mit „Teppichklopfer“. In der Gruppe bis 18 Jahre siegte die Jugendfeuerwehr Vegesack mit „Löschboot 2“ und bei den Erwachsenen die Freiwillige Feuerwehr Schönebeck mit „Löschboot Schönebeck“. Der Kreativpreis, gestaltet von der Vegesacker Künstlerin Anke Rozehnal und damit der Wanderpokal wurde an das Nachhilfestudio Tafelrunde mit „Enzyklopedia“ verliehen