Jugendwanderkutter VEGEFEUER muss in die Werft

Der Zahn der Zeit nagt auch an unserem Jugendwanderkutter VEGEFEUER. Mit Baujahr 1999 hat er ja auch schon so einiges erlebt. Nachdem es in der vergangenen Saison immer wieder zu Wassereinbrüchen im Bereich des Schwertkastens gekommen ist, wurde festgestellt, dass der hölzerne Schwertkasten komplett marode ist. Das gemeine an einem Schwertkasten ist, das man nach seiner Fertigstellung nie wieder an seinen Innenraum herankommt. Weder für Wartungsarbeiten, noch zur Kontrolle.

Nach gründlichem Austausch mit der Werft wurde entschieden, dass der neue Schwertkasten aus Edelstahl gefertigt werden soll. Mit dieser Entscheidung glauben wir, die VEGEFEUER wieder fit für die Zukunft gemacht zu haben und unseren jungen Leuten wieder ein zuverlässiges „Handwerkzeug“ für die Ausbildung in Seemannschaft zur Verfügung zu stellen.

Die FEGEFEUER auf der Unterweser

Statt Klönrunde: Monoklönatische Handreichung Nr. 3, Mai 2020 Seemannsgarn und Bergsteigerlatein – Eine Fahrt auf dem Caledonian Canal

Ganz in Weiß, so saß er morgens da. Schießer Feinripp, gestärkt, blütenrein; selbst die Luft des frühen Tages kam dagegen nicht an. Selbst der Rauch seiner zweiten oder dritten Zigarette schien ihn, ganz Unterhemd und Unterhose, nur zu umschmeicheln. Vier Uhr, Wachwechsel; das Arrangement der neben ihm auf der Backskiste gestapelten Schmalzbrote zeigte das an. Fünf bis sieben Mal am Tag die Haupt- und diverse Nebenmahlzeiten: Wolf Grunert, Wirt, Smut, Gastgeber und Alleinunterhalter mit tief in ihm verwurzelten Abneigungen gegen den Papst und sämtliche US-Präsidenten seit Lyndon B. Johnson, verstand sich, ob auf dem Land oder an Bord, auf sein Geschäft. Selbst mit Haggis, der schottischen Nationalspeise, einem mit Leber, Herz, Nierenfett, Zwiebeln, Hafermehl, Meersalz und grobkörnigem Pfeffer gefüllten Schafsmagen, hatte er uns schon versorgt. Der Grützklumpen sorgte für mehr Ballast als die das Schiff tief unter uns in der Bilge stabilisierenden Eisenbahnschienen.

 

Wir hatten, nach einem für schottische Verhältnisse ungewöhnlich heftigen Gewitter, über Nacht in einem mit einem Wehr abgesperrten, vor Loch Ness liegenden Tümpel festgemacht. Mit Ankerhilfe; unsere Festmacherleinen hatten landseitig keine zuverlässigen Abnehmer gefunden. Ein strahlender Tag kündigte sich an. Nessie, das Ungeheuer, ließ nichts von sich hören. Möglicherweise des Wetters wegen, oder beim Anblick von Wolf. Loch Ness, ein 20 Seemeilen langer, aber nur 1,5 km breiter See, markiert die allerdings nur gefühlte Mitte des Caledonian Canal. Die Wasserstraße, zwischen 1803 und 1822 errichtet, verbindet, von Inverness ausgehend, die Nordsee mit der Irischen See.

 

Mit seinem Bau verfolgt wurden die unterschiedlichsten Ziele: Erschließung der Highlands, die nur über unzulänglich befestigte Militärstraßen zugänglich waren. Die Aussicht auf geregelte Warentransporte von und zu den Küsten. Der Versuch, über die verkehrstechnische Investition aus den störrischen Highlanders fingerfertige Schafzüchter und Schafscherer zu machen. Hinzu kamen, als besonderer Umstand, die Anfang des 19. Jahrhunderts von Napoleon Bonaparte in Europa geführten Kriege. Ihretwegen taugte der Ärmelkanal als den Atlantik und die Nordsee verbindende Seeschifffahrtstraße zeitweise nicht viel. Die Alternative, der Pentland Firth zwischen der schottischen Nordküste und den Orkney Inseln, gilt wegen der dort vorherrschenden extremen Gezeitenströme, der Tidal Races, bis heute als risikoreich. Nördlich der unbewohnten Insel bildet sich durch Strömungsabriss am Swelkie Point sowohl bei Ebbe als auch bei Flut ein gewaltiger Strudel. Schon von den Wikingern wurde er beschrieben als der Ort, an dem eine Meerhexe die Mühlsteine einer Salzmühle dreht, um das Meer salzig zu halten.

 

Auch die Passage zwischen den Orkneys und den Shetlands barg, vor allem für die Schiffe der damaligen Zeit, ihre Tücken. So fiel der Blick der Ingenieure Ende des 18. Jahrhunderts auf den Great Glen, eine tektonische Verwerfung, die Schottland von Südwesten nach Nordosten durchschneidet. Der Great Glen, auch Glen Morge genannt und unter diesem Namen Single Malt-Enthusiasten bestens vertraut, gilt unter Geologen als eine der ältesten auf der Erde vorhandenen Landschaften. Seinen Weg zeigt eine Seenkette an, gespeist von Flüssen, deren Namen auch die stehenden Gewässer tragen: Loch Lochy, Loch Oich und, als prominentester Abschnitt, Loch Ness. Der Verlauf einer Kanalstrecke war wie auf einer Blaupause praktisch vorgezeichnet vom Verlauf der vorhandenen Wasserläufe und Seen. Mit teilweise allerdings dramatischen Höhenunterschieden, mit dem Ben Nevis (1345 m) als dem höchsten, nahezu ganzjährig schneebedeckten Berg im Vereinigten Königreich zur Seite. Seemannsgarn und Bergsteigerlatein: Zwei Passionen, von denen kaum einer geglaubt haben konnte, sie würden einander einmal durchdringen.

 

Der Mann, der dafür sorgte, dass die Sache Form und Gestalt annahm, Thomas Telford, hatte sich als Wasserbauer schon frühzeitig einen Namen gemacht. Ein Schotte, 1757 in Westerkirk geboren, den die Historiker als einen der ersten mit wissenschaftlichen Methoden arbeitenden Baumeister führen. Sein Hauptwerk: die 1826 fertiggestellte Menai Suspension Bridge, die bis heute die Durchfahrt zwischen dem walisischen Festland und der Insel Anglesey überspannt. Sie erschloss und erschließt den für den Handel mit Irland wichtigen Fährhafen Holyhead für den Hinterlandverkehr. Auch am Bau des das schwedische Göteborg mit Stockholm verbindenden Götakanals war Telford beteiligt. Beides ingenieurtechnische Meisterwerke, selbst wenn sie, wegen der Entwicklungen im Schiffbau und im Welthandel, ihren Rang bald nach ihrer Vollendung einbüßen sollten. Als Touristenattraktionen haben sie bis heute Bestand.

 

Uns Wassertouristen im Jahr 1997 war, von Bord unserer BV 2 weit ins Land hinaus- und bald hinunterschauend, nicht entgangen, mit welchem Aufwand die schottischen Wasserbauer seinerzeit an ihr Werk gegangen sein mussten. Von Inverness steigt der Kanal über Schleusen wie eine Bergstraße am Hang auf bis zum, nach Überwindung einer aus vier Stufen gebildeten Schleusentreppe bei Muirtown, Loch Dochfour. Jenem Tümpel, auf dem sich uns das Bild vom in Schießer Feinripp gehüllten Wolf Grunert einprägte. Wir zogen in halbwegs gerader Kurslinie über Loch Ness nach Fort Augustus, an einem sonnenhellen Tag, mit zuvor einem kaum überbietbaren Panoramablick auf die an Steuerbord liegenden Ruinen von Urquhart Castle und die daneben liegende Ortschaft mit ihren Pubs. Ach, wer da mithalten könnte, dachten wir uns und verwarfen den Einfall gleich wieder, weil Sherrytime angesagt war. Anstelle von Schmalzbroten wurden Stullen mit Schinken und Käse gereicht. Die dritte Mahlzeit an diesem Tag.

 

Fort Augustus bietet noch einmal einen Aufstieg über fünf Stufen, bevor, ab Loch Oich, einem Quellsee, die Talfahrt beginnt. Mit der Hauptattraktion des Caledonian Canal überhaupt: Neptune’s Staircase, ein Verbund von acht wie eine Hühnerleiter aneinandergeschalteten Schleusen. Die Kommandos und ihre Bestätigungen, Vorleine lose! Vorleine fest! etc. schrieben wir irgendwann auf Zettel und trugen sie, je nach Gegebenheit, vom und zum Skipper zurück, um nicht zu viel von der Aufmerksamkeit all unserer Zuschauer und Zuhörer zu wecken. Irgendwann auf diesem Abschnitt kam der Ben Nevis in Sicht. Mit Schnee auf seinem Rücken und Segeltuch zu seinen Füßen. Und mit einem bekleidungstechnisch mittlerweile vorzeigbaren Wolf. Lediglich Rauch stieg auch weiterhin aus ihm auf. Am Nachmittag erreichten wir Fort William. Über die Bahnbrücke der West Highland Line vor der Einmündung des Kanals in Loch Linnhe dampfte ein historischer Zug. Der Royal Scotsman womöglich. Sicher waren wir uns nicht.

 

Kaum in Fort William zur Ruhe gekommen und der Zettelwirtschaft von Neptune’s Staircase überdrüssig geworden, überraschte uns ein Problem. Loch Linnhe, eigentlich kein See, sondern schon eine Meeresbucht, breitete sich ansprechend vor uns aus. Allein: Die Seekarten für die Weiterreise nach Oban, den Ort des Crewwechsels, fehlten. Sie waren in Bremen liegengeblieben, samt denen für die Irische See und den durch den North Channel und den St George’s Channel bis in die Bretagne zu führenden Törn. Ein paar Telefonate, und schon schien die Sache geregelt. Bis auf die Frage, wie wir das mit Loch Linnhe und der Weiterfahrt nach Oban navigatorisch angehen sollten.

 

Die Fantasie, lernte ich, kennt keine Grenzen. Besonders wenn sie Taxifahrern gehört. Mit einem, der sich mit seinem Fahrzeug am Schiff aufgestellt hatte, in der Hoffnung auf ein paar Zubringerfahrten nach Fort William hinein, geriet ich in ein Gespräch und schilderte ihm unser Problem. Aufmerksam, gewandt und schlagfertig versicherte er mir, es gebe da schon eine Lösung. Ein paar Häuserzeilen entfernt liege ein Geschäft, mit dessen Inventar uns geholfen sein könnte. Ich willigte eine und wurde von ihm zu einem Laden gefahren, dessen Auslage einiges zu versprechen schien. Solide Tampen und Seilzüge, mit, wie ich bemerkte, dann doch ein paar Karabinerhaken zu viel für den Gebrauch auf einem Schiff. Es war, wie sich herausstellte, eine Verkaufsstelle für Bergsteigerausrüstungen, auf den Bedarf von Wanderern zugeschnitten, denen daran lag, den noch immer in Sichtweite liegenden Ben Nevis in Angriff zu nehmen. Nicht unbedingt unser Vorhaben, aber da war noch etwas im Repertoire: Ein ganzer Stapel nagelneuer Wanderkarten mit einer, die tatsächlich das gesamt Loch Linnhe von seinem östlichen bis zum westlichen Ende am Firth of Lorne umschloss. Sogar mit der Aussicht, Wassertiefen mittels der topografisch gezeichneten Hanglagen wenigstens zu rekonstruieren. Aussichtsreich genug, um eine Route wenigstens zu improvisieren, wenngleich Untiefen und Riffe sich eigentlich nie an solche Vorgaben halten.

 

Das Ganze, anders lässt sich das nicht ausdrücken, nahm anderntags seinen Lauf. Anfangs ein wenig unbeholfen vielleicht, bis ich zu jener Routine gefunden hatte, mit der man die per GPS zu uns gelangten Positionsdaten auf den Seekarten markiert. Nur dass eben keine Seekarte vor mir lag, sondern ein für Bergbesteigungen geschaffenes Blatt. Mit, wie verführerisch, an Ober- und Unterkante und an den Seiten klar strukturierten Hinweisen auf Breitengrade und Meridiane. Kein Gedanke, dass es angesagt gewesen sein könnte, das Bezugssystem dieses Kartenwerks näher in Augenschein zu nehmen. Klassische Seekarten fußen auf der winkeltreuen Mercator-projektion, die GPS-Signale nehmen darauf Bezug. Für Wanderkarten gelten deutlich abweichende Regeln. Eine auf Mercator bezogene Position sollte man auf sie keinesfalls übertragen. Für die Ermittlung der exakten Koordinaten sind spezielle, auf das verwendete Projektionsverfahren bezogene Kartometer erforderlich. Diese standen seinerzeit, in einer frühen Phase von GPS, allerdings nur Spezialisten zur Verfügung.

 

Irgendwann richtete Volker Machalett, unser Skipper, die entscheidende Frage an mich: „Wo befinden wir uns denn gerade?“ Ich durfte einerseits davon ausgehen, dass er, der erfahrene Navigator, das auch ohne mein Zutun im Blick haben musste. Andererseits bereitete es mir ein gewisses, wenn auch ein wenig mulmiges Vergnügen, ihm mitzuteilen: „Wenn ich richtig gerechnet habe, ein gutes Stück landeinwärts auf der Steuerbordseite.“ Zu Fuß übers Meer laufen hat eben, außer bei einem, noch nie funktioniert. Erst recht nicht mit dem besten Kartensatz, der dafür gerade noch im Angebot war. Die Lektion aus dieser Geschichte: Traue keinem, und schon gar keinem schottischen Taxichauffeur.

 

Wir loteten und logen uns danach mit äußerster Vorsicht durch Loch Linnhe, ignorierten seine Verzweigungen, von denen eine, die nach Kinlochleven, durchaus verführerisch wirkte, weil sie einen jeden Bergwanderer betörenden letzten Blick auf den Ben Nevis versprach, und stießen vor bis zum Firth of Lorne, wo wir ins Kielwasser einer von der Hebrideninsel South Uist kommenden Fähre gerieten. Ihr Ziel, Oban, war, wie es der Zufall wollte, mit unserem identisch.

 

Irgendwann lag an Steuerbord die den Hafen von Oban vor allen atlantischen Widrigkeiten schützende Insel Kerrera. Unsere Position auf ihr zu ermitteln erübrigte sich. Trotzdem erwartete uns noch ein weiteres, in gewisser Weise navigatorisches Wunder. Für die Ansteuerung von Oban genutzt werden kann ein die Silhouette der Stadt beherrschender Nachbau des römischen Colosseums, errichtet 1897 von dem aus der Stadt stammenden Bankier John Stuart McCraig im Zuge einer auf sein immerwährendes Andenken zugeschnittenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Fertiggestellt wurde das Bauwerk nie. Als Landmarke wie als Bauruine allerdings erfüllt es seinen Zweck, und sei es auch nur auf Wanderkarten, auf denen zusammenfließt, was nicht zueinander gehört: Seemannsgarn und Bergsteigerlatein. Seekarten hingegen wurden für den sich anschließenden Abend in den Pubs von Oban keine gebracht. Sie waren freilich schon mit dem Bus eingetroffen und lagen an Bord. Zum letzten Wachwechsel wurden dort von Wolf noch einmal Schmalzstullen gereicht.

 

Gerald Sammet

 

BV-2 VEGESACK Geburtstagsfeier zum 125jährigen fiel aus / Einbußen durch die Corona-Krise

Am 29. April sollte eigentlich eine richtig schöne Geburtstagsfeier stattfinden. Die Restriktionen wegen der Corona-Krise ließen einen Festakt wie den vor 25 Jahren allerdings nicht zu. Das damals 100-jährige Geburtstagskind war der mittlerweile seit 125 Jahren mit immer einer Handbreit Wasser unterm Kiel im Einsatz befindliche Stahlsegellogger BV-2 VEGESACK. Er wurde 1895 als Fischereifahrzeug vom Bremer Vulkan erbaut, noch auf dem alten Werftgelände nahe des Vegesacker Hafens. 1989 holte der Verein MTV Nautilus das Schiff zurück nach Vegesack. Bis heute ist der Segellogger erfolgreich als Botschafter Vegesacks in der Saison auf Ost- und Nordsee unterwegs. Eigentlich ein weiterer Grund zum Feiern.

Doch statt der üblichen Gäste gab es an Bord lediglich ein Treffen von Tham Körner, Geschäftsführer der für den Schiffsbetrieb zuständigen >Vegesack Logger BV-2 gGmbH<, und Thomas Rutka, Vorsitzender des Vereins MTV Nautilus.

Rutka überreichte Tham Körner als Präsent eine Glasplatte mit der Silhouette des Loggers. Er dankte Körner für die großartige Arbeit der Stammcrew. Sie bewirtschaftet und pflegt das als Logger klassifizierte, als Gaffelketsch getakelte Schiff und geht mit ihm auf Fahrt.

Die ehrenamtliche Arbeit der Crew ist ein wichtiger Bestandteil zum Erhalt dieses Fahrzeugs. Ein weiteres für seinen Unterhalt wesentliches Element sind die Einnahmen von Fahrgästen bei der Vercharterung. Und genau diese brechen nun durch die Corona-Krise weg. Wichtige Großveranstaltungen, wie z. B. die Kieler Woche, die Sail Bremerhaven oder die Hanse Sail Rostock sind abgesagt.

So können die nicht unerheblichen Werftkosten des letzten Winters nicht wieder hereingefahren werden. Anzahlungen von Buchungen müssen erstattet werden. Es sieht derzeit nach einer historisch schlechten Saison aus.

In dieser Situation ist das Schiff auch auf die Spendenbereitschaft maritim interessierter Bürger angewiesen. Jeder Betrag hilft, man freut sich über jeden Geber. Selbstverständlich kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.

Bankverbindung: Vegesack Logger BV2 gGmbH, IBAN DE17 2905 0101 0015 0436 56

Informationen gerne auch unter Tel. 0421 / 65 30 071

Abbildung 1 Unsere VEGESACK auf dem Nord-Ostsee-Kanal

 

https://www.weser-kurier.de/region/die-norddeutsche_artikel,-viele-namen-und-ein.

Viele Namen und ein Mastbruch

Die Norddeutsche vom 13. Mai 2020

Thomas Rutka

MTV und Corona

Liebe Mitglieder und Freunde unseres MTV Nautilus,

auch wenn es nur ein winzig kleiner Schritt in Richtung Normalität ist, freuen wir uns, dass mittlerweile Treffen des Vorstandes / gewählter Arbeitskreise unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder stattfinden dürfen. Weitere Vereinsaktivitäten sind nach wie vor untersagt, das Nautilushaus, die Signalstation, die REGINA und unsere Schiffe sind für die Öffentlichkeit und den Normalbetrieb gesperrt.

Sobald weitere Lockerungen einen Einfluss auf unser Vereinsleben haben, werden wir Sie gerne wieder informieren.

Thomas Rutka

(Vorsitzender)

Corona-Krise

Corona: Einfluss / Einschränkungen für unser Vereinsleben / Mitgliederversammlung wird verschoben

Bitte an die neuen Mitgliedsbeiträge denken

Das Sprachrohr

Corona : Einfluss / Einschränkungen für unser Vereinsleben
Die Corona-Krise hat Deutschland fest im Griff. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf unser Vereinsleben.
Folgende Maßnahmen gelten daher bis auf Weiteres:

1. Unsere Mitgliederversammlung am 23.04.2020 fällt aus. Ein neuer Termin wird bekannt gegeben,
sobald dieser zu verantworten ist.

2. Bis auf Weiteres fällt unser Klönschnack aus.

3. Die Jugendgruppe schließt bis nach den Osterferien.

4. Interne Treffen (Vorstandssitzungen, Crewtreffen, Besprechungsrunden): Es liegt im Ermessen der Teilnehmer, ob sie zu solchen Treffen kommen möchten. Wir appellieren hier an das Verantwortungsbewusstsein unserer Mitglieder, die Hygieneregeln einzuhalten und bei geringstem Infektionsverdacht zu Hause zu bleiben.

5. Bis auf Weiteres dürfen keine Veranstaltungen, zu denen die Öffentlichkeit eingeladen ist, im Nautilushaus, Signalstation, REGINA oder unseren Schiffen stattfinden.

Ob der BV-2 Geburtstag oder auch die Pappbootregatta betroffen ist, wird sich zeigen. Es ist jedoch damit zu rechnen.

Wir wünschen Ihnen, liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereines, dass Sie und Ihre Angehörigen die Corona – Krise gut überstehen.

Bitte an die neuen Mitgliedsbeiträge denken
Bitte denken Sie (als Selbstzahler, ohne Bankeinzug) an die neuen Beiträge.
Wir hatten ja bereits am 12. Mai 2019 im Newsletter darüber berichtet, aber so mancher hat es nicht mehr in Erinnerung. Daher hier gerne noch mal zur Erinnerung die aktuellen Jahresbeiträge:

Jugend / Ermäßigt 44,-
Einzelmitgliedschaft normal 87,-
Familien 145,-

Bitte unterstützen Sie unseren Schatzmeister. Falls Sie bereits den alten Beitrag überwiesen haben, überweisen Sie bitte ohne Aufforderung die Differenz unter Angabe des betr. Namens. Vielen Dank. Thomas Rutka

Mitgliederbeiträge

Die meisten Mitglieder nehmen am Lastschrifteinzugsverfahren teil oder überweisen fristgemäß.
Leider haben wir auch einige säumige Beitragszahler, die Arbeit und Kosten verursachen.
In der Hoffnung, künftig mehr Zuverlässigkeit beim Eingang der Beiträgezu erreichen, hat der Vorstand folgendes beschlossen:
die 1. Mahnung mit einem Erinnerungsschreiben ist kostenlos
die 2. Mahnung wird dem säumigen Zahler mit 5,00 Euro Mahngebühr berechnet
die 3. Mahnung wird dem säumigen Zahler mit 10,00 Euro Mahngebühr berechnet

Wir weisen an dieser Stelle nochmal auf die Vorzüge des Lastschriftverfahrens hin.

Neues aus dem NAUTILUSHAUS

Die Bereiche „Bewirtung“ und „Raumpflege“ sind nun voneinander getrennt. Dieser Schritt war notwendig, weil allen Interessenten beide Bereiche zu groß waren.
So freuen wir uns über Kim Zientek, die seit einem Monat die Bewirtschaftung übernommen hat. Als neues Mitglied im „Team NAUTILUSHAUS“ begrüßen wir Irmgard Gostomski.

Schulprojekt für die Maritime Meile Vegesack

Viele Kinder wissen heute erschreckend wenig über Vegesack und unsere maritime Geschichte. Fragt man beispielsweise einen Schüler, worum es sich beim BREMER VULKAN handeln könnte, hat man noch Glück, wenn er sagt: „Eine Bushaltestelle“.
Der MTV Nautilus setzt sich im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Maritime Meile Vegesack dafür ein, dass altersgemäße Angebote (Führungen über die Maritime Meile) für Grundschulklassen erstellt werden. Dieses ist uns sehr wichtig, denn eine Tradition, die nicht weitergegeben wird, ist nichts wert. Zur Probe haben wir ein Angebot für Erstklässler in Zusammenarbeit mit einer Schule erstellt und ausprobiert. Der Test war vielversprechend. Nun geht es darum, Angebote für die zweiten bis vierten Klassen zu erstellen. Hierzu benötigen wir Unterstützung durch unsere Mitglieder.
Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Vorstand oder direkt bei unserem Vorsitzenden Thomas Rutka und der Telefonnummer 0171 1933781.

Grillfest 2019

MTV Grillfest „Sommerende auf Sansibar“ am Samstag, 26. Oktober 2019 ab 16.00 Uhr
Gerne erinnern wir hier noch einmal an unser Grillfest zum Saisonausklang. Das ist doch ein guter Anlass, einfach mal zusammen zu kommen.
Für die Planung dieses Festes bittet Dieter Meyer-Richartz um eine Anmeldung bis zum 19. Oktober 2019 unter der Telefonnummer 0421 662204 oder per E-Mail D.M-R@kabelmail.de

Neues aus dem MTV Nautilus

Rückblick / Ausblick – Das war das Jahr 2018, was erwarten wir von 2019?

Liebe Mitglieder und Freunde unseres MTV Nautilus,

die Adventszeit ist da und stimmt uns auf das zu erwartende Weihnachtsfest ein. Sie macht aber auch deutlich, dass das Jahresende nicht mehr fern ist. Da bietet sich ein Rückblick geradezu an und wir informieren Sie hier gerne darüber, was wir erreicht haben.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit war die Maritime Meile Vegesack. Wir hatten ja bereits berichtet, dass die vielen Projekte der Maritimen Meile nur in einer Gemeinschaft verwirklicht werden können. Wir wollen unseren aktiven Beitrag dazu leisten, dass die Arbeitsgemeinschaft der Maritimen Meile mit ihren verschiedenen Vereinen und unterschiedlichen Ansprüchen mit Leben erfüllt bleibt. Eine wichtige Aufgabe in diesem Bereich ist auch die Suche nach Förderern, verbunden mit dem Wunsch um Anerkennung dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe. Unser Fazit: Der eingeschlagene Weg ist richtig und wird weiter verfolgt. Unser besonderer Dank gilt den ersten Förderern, die eine Vorreiterrolle übernommen haben.

Ein Schwerpunkt, den wir ohne die Maritime Meile Vegesack wohl nicht geschafft hätten, ist die VEGEBÜDEL. Einst war sie unser Sorgenkind, heute liegt sie restauriert im Hafen und freut sich auf die kostenlosen Rundfahrten zum Saisonbeginn 2019. Die Zahl der Crewmitglieder wächst wieder und auf unseren Aufruf über die Presse haben sich acht Interessenten gemeldet, die mitmachen wollen. An dieser Stelle danken wir der unermüdlich arbeitenden Crew für ihren Einsatz, den beteiligten Fachleuten und natürlich den Förderern der Maritimen Meile für die finanzielle Machbarkeit.

Deutlich sichtbar ist auch die „Signalstation – Maritimes Wissen“, so die neue Namensgebung. Damit wird unser Auftrag deutlich, die Vermittlung von Wissen vom Weserwehr bis zur Wesermündung. Mit der Gezeitenstation, die der Stadtgartenverein eingebracht hat, wird die Veränderung auch optisch deutlich. Ein neuer Arbeitskreis wird sich mit der digitalen Aufarbeitung der Themen beschäftigen, fachlich unterstützt von Vegenet. Ein Prozess, anspruchsvoll, interessant, spannend und wahrscheinlich nie endend, weil die Zeit nicht stehen bleibt und Veränderungen normal sind. Das alles mit dem wohl schönsten Ausblick von Vegesack, der erste Schritt zu einer neuen Aufenthaltsqualität.

Unser Schlepper REGINA wurde bereits 2017 auf Vordermann gebracht und konnte dieses Jahr funktechnisch ausgebaut werden. Die Besucherresonanz und das Interesse waren erstaunlich gut. Die Kooperation mit den Funkamateuren war ein Glücksgriff für den MTV Nautilus und belebt die REGINA auf authentische Weise. Im nächsten Jahr freuen wir uns auf die Ausstellung im ehemaligen Maschinenraum zum Thema „Geschichte des Seefunks“.

Hier wird es noch mal deutlich: Diese drei genannten Objekte könnten mit unseren vereinseigenen finanziellen Mitteln nicht verwirklicht werden. Nur durch eine aktive Maritime Meile Vegesack, unterstützt durch Förderer, konnten diese Aufgaben gelöst werden.

Unser Segellogger BV-2 VEGESACK hat schwere Zeiten hinter sich, ist aber auf einem guten Weg. Fleißige Hände der Stammcrew haben unser Flaggschiff wieder fit gemacht und so zeigte die BV2 Flagge auf der Nord- und Ostsee. Die Umwandlung der Betreibergesellschaft in eine gGmbH ist vollbracht und mittlerweile ist unser Segellogger ein offiziell anerkanntes schwimmendes Denkmal – Glückwünsch an Geschäftsführer und Gesellschafter! Das sind gute Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Fahrt als Traditionsschiff.

Eine schöne Bereicherung für unser Vereinslebens sind die Kutter – Puller. Ob Sommer oder Winter, bei beinahe jedem Wetter wird trainiert und somit eine alte maritime Tradition lebendig auf das Wasser gebracht. Was uns besonders freut: viele Kutterpuller zeigen auch Interesse an anderen Bereichen unseres Vereines.

Unsere Jugendlichen waren wieder aktiv, sowohl auf dem Wasser als auch an Land. Und sie haben wieder so manche Aktion unseres Vereines durch ihre Mithilfe unterstützt. Die heutigen Anforderungen an junge Menschen sind groß, ob Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf, für Hobbies bleibt da oft nur wenig Zeit. Aber diejenigen, die mitmachen oder auch mitgemacht haben, erinnern sich gerne zurück. Die aktive Mitarbeit in Vereinsstrukturen fördert die persönliche Entwicklung und gibt Selbstvertrauen, alles Dinge, die im späteren Leben beruflich wie auch privat sehr hilfreich sein können. Für 2019 ist der Aufbau einer jüngeren Gruppe geplant (Alter ab ca. 10 Jahre aufwärts). Dafür drücken wir unserem Jugendwart die Daumen.

Sie ist aus Vegesack mittlerweile nicht mehr wegzudenken, gemeint ist die Pappbootregatta. Eine Großveranstaltung im Vegesacker Museumshaven und wo das Hauptereignis nicht im Gemenge von Nebenschauplätzen untergeht. Viele fleißige Helfer haben die Pappbootregatta auch 2018 wieder zu einer gelungenen Veranstaltung werden lassen, und wir freuen uns schon auf die Regatta in 2019. Da möchten wir sogar noch etwas drauflegen: Erinnern Sie sich an unsere Mitgliederbefragung anlässlich der letzten Mitgliederversammlung? Wir erhielten den Auftrag, unseren Verein in der Öffentlichkeit mit einer Art Leistungsschau darzustellen. Das möchten wir jetzt einlösen. Die Pappbootregatta bietet sich dafür geradezu an, und wir laden Sie alle ein, unseren Verein dabei zu unterstützen.

Unsere freundschaftlichen Kontakte nach Wanfried sind mittlerweile auch ein Stück unseres Vereinslebens geworden. Gegenseitige Besuche, verbunden mit fachlichem und historischem Austausch, werden sowohl an der Weser als auch an der Werra als Bereicherung empfunden.

Unser Verein hat in der Öffentlichkeit ein hervorragendes Image. Das merken wir immer wieder an Nachfragen der interessierten Öffentlichkeit oder in der Zusammenarbeit mit diversen Medien und natürlich an unserer Mitgliederstatistik: Wir haben mehr Neueintritte als Abgänge. Unser Vorstand arbeitet effektiv und versteht sich gut. So macht Vereinsarbeit Spaß und fördert letztendlich den Erfolg.

Was uns noch beschäftigt: Wir sind an einem Projekt beteiligt, in welchem Führungen für Grundschulklassen über die Maritime Meile Vegesack erarbeitet werden. Unterstützt werden wir da von Museumspädagogen und Schulleitungen.

Der Zustand des Papageienhauses (Becker-Haus, ehemals Sitz des Vegesacker Rudervereines) an der Strandpromenade macht uns betroffen. Dieses markante Gebäude hat ein besseres Schicksal verdient. Wir arbeiten an einem Plan, dieses Gebäude zu retten und gleichzeitig damit die Aufenthaltsqualität auf der Maritimen Meile Vegesack zu steigern. Wir hoffen, Ihnen zu diesem Thema auf der kommenden Mitgliederversammlung weitere interessante Neuigkeiten berichten zu können.

Wir können zu Recht stolz auf das Erreichte sein, sind aber auch dankbar über die vielen Unterstützer. Unsere vielen ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder machen einen tollen Job und ohne sie wären dieses Erfolge nicht möglich. Auch unsere Kooperationspartner der Maritimen Meile und die Förderer haben einen großen Anteil an diesen Erfolgen. Ein großer Dank geht auch an die Medien, die Verwaltung sowie an die Politik für die positive Begleitung unserer Projekte. Hier wird deutlich, ehrenamtliches Engagement hat sich gelohnt.

Ich wünsche Ihnen, liebe Mitglieder und Freunde unseres MTV Nautilus, eine schöne Weihnachtszeit sowie ein glückliches und gesundes 2019. Sollte dieser Bericht Sie neugierig gemacht haben oder Sie sogar den Wunsch verspüren, irgendwo mitmachen zu wollen, dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Mit maritimen Grüßen

Thomas Rutka

(Vorsitzender)