„Geschichte des Seefunks“ auf der REGINA
Seit Freitag, den 20. September 2019 ist die Maritime Meile Vegesack wieder um eine Attraktion reicher.
Im ehemaligen Maschinenraum des Schleppers REGINA befindet sich nun eine kleine Ausstellung zum Thema „Geschichte des Seefunks“. Hier wird der Besucher bis in die Kaiserzeit zurückgeführt, erfährt von der kaiserlichen Unzufriedenheit über die damaligen Kommunikationsmöglichkeiten und den daraus resultierenden Anstrengungen zum Aufbau einer eigenen, neuen Kommunikationstechnik.
Eine Mischung von illustrierten Beschreibungen und Originalexponaten vermittelt dem interessierten Besucher vielfältige Eindrücke. Im Hintergrund meldet sich dabei noch die Originalstimme von Norddeich Radio, einer wichtigen Küstenfunkstelle, die bis 1998 im Betrieb war.
Jens Knorr als Verantwortlicher für die REGINA und aktiver Funkamateur begrüßte gut 50 Gäste und führte mit seinem Team die Funktechnik eindrucksvoll vor.
Thomas Rutka, Vorsitzender des MTV Nautilus, würdigte besonders die Bedeutung dieses Projektes als Beitrag zur weiteren Attraktivitätssteigerung der Maritimen Meile Vegesack. Er lobte das Engagement der vereinten Partner und machte deutlich: Der Gewinner auf dieser starken maritimen Meile ist Vegesack.
Die REGINA ist derzeit für die Allgemeinheit jeden zweiten und vierten Sonntag geöffnet. Gerne würde man die Öffnungszeiten weiter ausbauen, dafür wird weiteres ehrenamtliches Personal gesucht. Wer Spaß daran hätte, im Team der REGINA mitzuwirken ist herzlich zu Informationsgesprächen eingeladen.
Jens Knorr stellt dazu fest: Man muss nicht unbedingt Funkamateur sein, um hier mitzumachen. Jeder Interessent kann sich hier einarbeiten lassen und dabei auch bestimmen, wie viel Zeit er investieren möchte. Kontakt gerne an den geöffneten Sonntagen oder über Tel. 0171 / 19 33 781.

Harriersand

Utopia mit kleinen Fehlern – 1834: Die Auswanderer vom Harriersand – Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 19. September 2019 im NAUTILUSHAUS am Museumshaven in Bremen-Vegesack

Alles, was schief gehen kann, das ist einer der Grundkonstanten für das Leben auf christlicher Seefahrt, geht irgendwann schief. So gesehen lässt sich eine Strandung auf der Weserinsel Harriersand möglicherweise noch halbwegs verkraften. Halbwegs, selbst wenn noch ein langer Weg vor einem liegt oder lag. Für diesen Fall, der sich im Frühjahr 1834 zugetragen hat, über den ganzen Atlantik hinüber, den, so sehen das nicht nur Landratten, ganz großen Teich.
Wie aber kam es zu einem solchen Fall auf dem damals kaum mehr als eine Sandbank verkörpernden Harriersand? Von Gießen kommend, hatte sich eine Schar von der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland überdrüssigen Auswanderungswilligen aus Hessen, Bayern und Thüringen nach Bremen in die Obhut der dort ansässigen Betreiber von Auswandererschiffen begeben. Die gebuchte Passage freilich ließ sich nicht realisieren. Das für diesen Zweck in Aussicht gestellte Schiff war fünf Tage vor der geplanten Abfahrt gesunken.
Dass guter Rat nicht teuer sein sollte, ist allen Reedern nicht neu. Die gescheiterten Emigranten, 500 an der Zahl, müssten eigentlich von Bremerhaven, ihrem Abgangshafen, nach Bremen in die Obhut der Betreiber ihres Reiseunternehmens zurückgeführt werden. Ein Teil von ihnen gelangt sogar fast wie geplant auf ein Schiff, die >Olbers< und geht damit auf große Fahrt. Der verbliebene Rest wird auf Betreiben der im Auswanderungsgeschäft überaus aktiven Bremer Familie Delius auf die gegenüber von Brake liegende Weserinsel Harrien, damals kaum mehr als eine Sandbank, expediert und verbleibt dort, ohne Trinkwasser und angemessene Grundversorgung, über mehr als fünf Wochen. Fünf Tage waren eigentlich geplant.
Hohe Erwartungen und niedrige Beweggründe: Die Geschichte der 1834 auf Harriersand gestrandeten Gießener taugt zum Lehrstück für alles, was Menschen mit Utopia verbinden. Ziel der von dem Juristen Paul Follenius und dem Pastor Friedrich Münch dirigierten >Gießener Auswanderungsgesellschaft< ist die Gründung einer freien deutschen Republik auf nordamerikanischem Boden. Dass dort seit einem halben Jahrhundert ein Staat mit dezidiert republikanischer Verfassung existiert, tut für sie nichts zur Sache, so wenig, wie sie irgendetwas von den Beschwernissen einer Seereise dorthin ahnen. Es eint sie die Unbedingtheit ihres Glaubens an ein besseres Morgen. Harriersand als Sehnsuchtsort freilich weckt in so manchem von ihnen erste Zweifel. Gleichwohl: Mit einem weiteren Schiff, der >Medora<, gelangt auch der schon spürbar angeschlagene Rest der Gruppe in die Vereinigten Staaten.
Was sie wollten, was sie wurden, wie es die Gießener Auswanderer auf die Weserinsel Harriersand verschlug und wie sie dort ihren Überlebenskampf führten, darum geht es bei der Klönrunde des MTV Nautilus am Donnerstag, dem 19. September 2019. Beginn um 19 h im NAUTILUSHAUS, Zum Alten Speicher 7 in 28759 Bremen. Präsentation und Moderation: Gerald Sammet.

Team Horizont ist Bremer Stadtmeister 2019

WIR SIND STADTMEISTER 2019! 🏆 Das wochenlange, intensive Training hat sich ausgezahlt. In einem sehr knappen Finallauf konnten wir als Erster die Ziellinie überfahren! Es war eine rundum sehr schöne harmonische Veranstaltung bei bestem Wetter. Die Moderatoren kommentierten es mit: „Es hat sich nicht wie zwölf Teams angefühlt sondern wie eins.“ Danke an das Orga […]