Hier lebt der Verein

Sie finden hier die aktuellsten Meldungen zu unseren Aktivitäten.


Nautilus-Klönrunde: "Wo der Pfeffer wächst"

(abk 22.02.2017) Jemanden dorthin schicken, wo der Pfeffer wächst, also möglichst weit weg, darum scheint es in dieser Spruchweisheit auf den ersten Blick nur zu gehen. Allerdings: Pfeffer ist keine ganz schlechte Sache. Exotische Gewürze galten, als der Welthandel zur See sich etablierte, als ungeahnten Reichtum verheißende Ware. Wer dort, wo der Pfeffer wuchs, seinen Geschäften nachging, hielt sich in einer Goldgrube auf.

Heute sind uns Pfeffer, Nelken, Piment und Muskat selbstverständlich geworden. An die Verhältnisse zu der Zeit, als sie zu uns gelangten, erinnert nur noch die Redensart von den gepfefferten Preisen. Portugiesen, Spanier, Niederländer und Briten hatten sich ihrer wundersamen Besitztümer wegen in Westindien und Fernost niedergelassen und in Kriege verstrickt, deren Folgen bis heute nicht ausgestanden sind.

Die deutschen Seehäfen spielten beim Gewürzhandel lange eine untergeordnete Rolle. Erst mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt änderte sich das. Der gesteigerte Umschlag führte zum Aufbau einer nennenswerten Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Als Pfeffersäcke übernahmen hanseatische Kaufleute dort die Regie.

Gewürze: Mit ihnen wurde nicht nur Seefahrtsgeschichte geschrieben. Wem ist heute noch bekannt, dass die Entstehung von New York sich einem erbitterten Streit von Niederländern und Briten um die Molukken verdankt? Am Ende stand ein Tausch: Manhattan, mit der Siedlung Nieuw Amsterdam, gegen das Muskatnuss-Inselchen Run. Die Gewinnspanne im Muskatnuss-Handel um 1650 betrug 60 000 Prozent.

Die Nautilus-Klönrunde im Februar drehte sich um das Thema Gewürze, und es gab hierzu viele Geschichten und auch viel Informatives zu hören. Praktische Beispiele lieferte ein Vereinsmitglied, das von daheim noch schnell eine Reihe exotischer Gewürze holte und u. a. über die Heilwirkung derselben informierte. Die Moderation hatte wie immer Gerald Sammet übernommen.

Die nächste Nautilus-Klönrunde findet am 16. März 2017 statt.

 

 


Großzügige Spende für den MTV Nautilus

(abk 05.02.2017) Auch in diesem Jahr gab es in der Vegesacker Strandlust wieder den traditionellen gemeinsamen Neujahrsempfang des Förderkreises Vegesacker Junge sowie des Ortsamtes Vegesack.  Nach Begrüßungsworten des Vegesacker Ortsamtsleiters Heiko Dornstedt sowie des Ehrengastes, Bremens Bürgermeister Carsten Sieling, wurde nach einem zünftigen Grünkohlessen wie in jedem Jahr für einen guten Zweck zugunsten des Stadtteils gesammelt.

Dafür hatte man dieses Jahr unseren Verein, genauer gesagt unser Projekt mit dem Schlepper REGINA sowie unsere  Jugendarbeit, die als vorbildlich bezeichnet wurde, auserkoren.
Die Sammlung für den weiteren Erhalt des inzwischen zu einem Vegesacker Wahrzeichen gewordenen Schleppers REGINA sowie die Unterstützung der Jugendarbeit ergab ein Rekordergebnis von 6100 Euro.

Unser Vorsitzender, Thomas Rutka, bedankte sich vor Ort für die großzügige Spende und die damit zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung für die ehrenamtlich im Verein geleistete Arbeit.


Pappbootregatta "light"

"Moechtegern"
"Speedy Mumm"

(bb/abk 29.01.2017) In diesem Jahr gibt es etwas Neues bei der Pappbootregatta des MTV Nautilus. Zum ersten Mal haben zwei Teams die Möglichkeit, mitzupaddeln, ohne vorher Zeit, Kraft und Kreativität investieren zu müssen. Der MTV Nautilus hat zwei im letzten Jahr kampferprobte Schwimmkörper vom Team Weser-Jungs (Moechtegern) und der Familie Spieker (Speedy-Mumm) geschenkt bekommen. Diese werden nun interessierten Teams zur Verfügung gestellt.

Allerdings gilt es auch dafür eine Hürde zu nehmen. In einer Mail an pappboot@mtv-nautilus.de sollten diejenigen, die sich einen der beiden Schwimmkörper zur Teilnahme an der Pappbootregatta sichern möchten, schon gut begründen warum gerade sie diese Chance bekommen sollten.

Bewerbungen für diese beiden Schwimmkörper werden per regulärem Anmeldevordruck und einer kurzen Bewerbung bis zum 2.03. schriftlich entgegengenommen. Alle Bewerber für die jeweiligen Schwimmkörper sind eingeladen, an unserem geselligen Treffen am 03.03.2017 um 17 Uhr mit allen angemeldeten Teams, Jury 2017, Bootsbauern, Presseinteressierten und dem Orgateam teilzunehmen. Wir treffen uns im Nautilushaus und vor Ort losen wir aus, wer GLück haben wird. Hier die Infomappe mit allen wichtigen Informationen. Das Programm mit aktuellen Zeiten zur Veranstaltung wird dann der Presse auch bekannt gegeben.

Weitere Informationen auf unserer Pappboot-Seite.


Tiere an Bord

(abk 22.01.2017) Die erste der monatlichen Klönrunden des MTV Nautilus in diesem Jahr beschäftigte sich mit dem Thema "Tiere an Bord".  Moderator Gerald Sammet hatte tief in die Geschichte gegriffen und so erfuhren die Teilnehmer, dass es ohne Schifffahrt keine Pferde in Amerika gegeben hätte, denn die wurden mit Schiffen dorthin gebracht. Das Gleiche gilt für die Kaninchen in Australien. Ein Teilnehmer berichtete von einem während des Schiffstransportes gestorbenen Elefanten, der über Bord  geworfen worden sei und später für großes Rätselraten sorgte, als er an der  Küste eines elefantenlosen Landes angeschwemmt wurde.  Für eine mit dem Schiff transportierte Giraffe mußte ein riesiger Wasservorrat mitgenommen werden, und legendär ist die Geschichte von Oscar, der auch unter dem Namen "unsinkable Sam" bekannt war, und innerhalb eines Jahres dreimal gerettet wurde:  Zuerst vom deutschen Schlachtschiff Bismark am 27. Mai 1941, dann von britischen Zerstärer HMS Cossack  und zum dritten Mal  Im November 1941 vom Flugzeugträger ARK ROYAL.

Hunde und Katzen an Bord von Marineschiffen trugen zum Teil Rangabzeichen und bekamen manchmal Orden. Der Kater Trim von Matthew Flinders, dem 1799 auf der HMS RELIANCE als erster Katze die Umrundung Australiens gelang, speiste an Bord sogar mit den Offizieren bei Tisch.

Natürlich wurden in früheren Zeiten auch Tiere als Proviant mitgenommen, und Seeleute brachten sich von ihren Reisen Tiere wie  Papageien und Affen mit nach Hause. Auch die diversen tierischen Bezeichnungen auf einem Schiff wie z.B. Kielschwein und Eselshaupt  wurden besprochen.

Im  zweiten Teil des Abends berichtete die Vegesacker Schiffseignerin Rega Kerner von ihrem Schiffschwein, einem Ferkel, das sie an Bord eines Binnentankers aufzog und über drei Jahre mit ihm an Bord lebte.  Sie hat inzwischen ihre Erlebnisse in einem Buch festgehalten und trug daraus einige Geschichten vor, die das Publikum mit Lachsalven und kräftigem Applaus honorierte. Ein von ihr mitgebrachtes Fotoalbum lieferte die Illustrationen zu den Geschichten.

Am 6. Februar erschien in der Norddeutschen ein Artikel von Alexander Bösch, den wir mit freundlicher Genehmigung des Autors und des Verlages hier veröffentlichen dürfen.